Montag, 15. Februar 2021

Rezension zu "The Music of What Happens"


Autor: Bill Konigsberg
Verlag: ONE
Verlagswebsite: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 445
ISBN: 978-3-8466-0113-6
Preis: 12,90 Euro

Inhalt


Jordan und Max könnten unterschiedlicher nicht sein: Max liebt Sport und Videospiele, während Jordan eher introvertiert ist und gerne Gedichte schreibt. Die beiden kennen sich kaum, bis sie in den Sommerferien gemeinsam den alten Food-Truck von Jordans verstorbenen Vater übernehmen sollen. Keine leichte Aufgabe, denn sie haben sogar keine Ahnung davon. Doch Jordan und seine Mutter sind auf das Geld, dass der Truck abwirft, dringend angewiesen, wenn sie ihr Dach über den Kopf nicht verlieren wollen. Währenddessen kämpft auch Max hinter seiner immer gut gelaunten Fassade mit seinen ganz eigenen Problemen. Gemeinsam überwinden die beiden so einige Hindernisse - und merken dabei ganz langsam, dass zwischen ihm mehr ist als bloß Freundschaft ...

Meine Meinung


Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es mich von der Thematik sehr angesprochen hat und ich sowieso mehr über die LGBTQ Community lesen wollte.
Man merkt schnell, dass dieses Buch nicht nur die fröhlichen Seiten des Lebens zeigt, sondern dass es auch viele Tiefen gibt. Am Anfang des Buches findet man auch eine Trigger-Warnung, die ich berechtigt finde, da das Buch wirklich sehr ernste Themen aufgreift.
Der Schreibstil des Autoren hat mir an sich ganz gut gefallen, da er sehr umgangssprachlich und jugendlich war, allerdings fand ich diesen nicht passend für das Alter der Charaktere. Am besten hat mir eigentlich die Gedichte gefallen die Jordan in der Geschichte verfasst. Diese bringt viele Metaphern mit sich und ich bin sowieso ein großer Fan von Poesie.
Die Charaktere Jordan und Max hat mir gefallen, da sie unterschiedlicher nicht hätten sein können und trotzdem auf einer gewissen Art und Weise gleich sind. Ich fand gut, dass der Autor hier auch ernste Probleme aufgegriffen hat und diese auch "verarbeitet".
Was mir auch leider gar nicht gefallen hat, waren die Nebencharaktere, besonders die Freunde der beiden. Ich finde mit einigen Aussagen, sind die Freunde zu weit gegangen und stehen damit nicht mehr für das Symbol der Freundschaft.
Mir hat leider auch sehr das Gefühl gefehlt, dass die beiden im Laufe des Buches entwickeln. Mir war die Beziehung der beiden zu kühl und es gab einfach nicht diesen Wow-Effekt beim Lesen, den ich bei anderen Büchern hatte.
Ich finde die Botschaft die der Autor mit diesem Buch vermitteln will wirklich wichtig und toll, aber ich finde er hat die Charaktere einfach zu jung dargestellt. Die beiden wirken einfach sehr erwachsen und reif, obwohl sie doch erst 17 sind.
Und dadurch dass sie so erwachsen wirken, beißt sich das mit dem Verhalten der Freunde, denn diese wiederum wirken sehr kindisch und unreif.
Die Idee eine Geschichte rund um ein Food-Truck aufzubauen, fand ich ganz cool und wir haben auch die Szenen rund um den Truck sehr gefallen.
Ich finde es auch hier ganz schwer, eine Wertung für das Buch zu finden, da ich wirklich ein wenig im Zwiespalt stehe. Auf der einen Seite fand ich die Geschichte unglaublich niedlich und habe auch mit den beiden Charakteren sehr mitgefiebert, allerdings auf der anderen gab es denn noch Sachen die mich beim Lesen gestört haben.
Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schon gefallen hat. Klar, es gab Höhen und Tiefen und die Freunde waren absolut nervig aber die Botschaft, die hier vermittelt werden sollte, fand ich toll!


Fazit


Ein Buch, dass viele Probleme anspricht und den Leser auch zum Nachdenken anregt. Mir hat die Geschichte von Max und Jordan gefallen, obwohl es viele Höhen und Tiefen beim lesen gab.
Dennoch ein schöner Coming-of-Age Roman!
3 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den One Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 10. Februar 2021

Rezension zu "Concrete Rose"


Autor: Angie Thomas
Verlag: cbj
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 403
ISBN: 978-3-570-16605-5
Preis: 20,00 Euro

Inhalt


Die Welt des 17-jährigen Maverick steht Kopf - er ist unerwartet Vater geworden. Über Nacht wird Mavs Leben zum Albtraum. Wie soll er neben der Schule für seinen Sohn da sein und gleichzeitig als Dealer seine Familie über Wasser halten? Der einzige Ausweg: sich von seiner Gang lossagen. Doch die King Lords lassen keinen der ihren einfach so ziehen ...

Meine Meinung


Nachdem mich das erste Buch der Autorin "The Hate U Give" so krass mitgenommen hat, musste ich natürlich auch "Concrete Rose" lesen, denn hier geht es um die Geschichte von Starr`s Dad Maverick.
Sprich, das Buch spielt 17 Jahre vor "The Hate U Give".
Und dennoch könnte es aktueller nicht sein. Es geht wieder zurück nach Garden Heights, was man schon in Starrs Geschichte bisschen kennengelernt hat.
Als Maverick erfährt, dass er Vater ist, ändert sich seine ganze Welt. Denn nun trägt er Verantwortung für ein kleines Kind und muss lernen, die Bedürfnisse des Kindes über seine zu stellen. Das ist gar nicht so einfach, wie er schnell merkt.
Doch nicht nur das ist sein Problem, denn er steckt auch noch in anderen Schwierigkeiten. Er gehört zu einer Gang, die mit Drogen dealt. Das ist nicht nur illegal, sondern auch richtig gefährlich. Er will sich von dieser Gang lossagen, doch damit hat er nicht mit den King Lords gerechnet.
Mich konnte die Geschichte von Maverick wirklich sehr bewegen und berühren und hat mich vor allem auch zum nachdenken angeregt. Wie weit würde man gehen um seine Familie zu schützen?
"The Hate U Give" war ein Buch was viele gleichzeitig erschreckt aber auch wachgerüttelt hat. Dieses Buch ist eher ruhiger, aber dennoch unglaublich wichtig.
Denn auch Maverick kämpft mit den Ungerechtigkeiten von Rassismus. Mich hat es unglaublich verletzt, zu lesen, wie jemand auf seine Hautfarbe reduziert wurde und somit als "minderwertig" gilt.
Doch nicht nur das erwartet euch in diesem Buch, sondern das passieren auch noch einige Dinge die mich wirklich schockiert haben. Die Autorin schafft es wirklich mit ihrem Schreibstil den Leser an die Geschichte zu binden und auch emotional mitzunehmen. Ich hab das schon in ihren anderen Büchern festgestellt, dass sie wirklich sehr lebensnah und realistisch das Ganze beschreibt und somit auch die Geschichte sehr echt wirkt. Sie geht unglaublich gut auf die Gedanken und Gefühlswelt der Charaktere ein, sodass man auch einige Handlungen nachvollziehen kann.
Maverick ist ein unglaublich starker Charakter, der auch im Laufe des Buches über sich hinaus wächst. Genau wie eine Rose ... Man kann ihn für seine Loyalität und Stärke nur bewundern.
Das Buch bringt so viele Botschaften mit sich, die ich als wirklich wichtig erachte, beispielsweise wie wichtig Toleranz, Menschlichkeit und Gerechtigkeit ist. Maverick ist ein 17-jähriger Teenager, der im Laufe des Buches ein Erwachsener wird und diesen Weg dahin fand ich unglaublich stark beschrieben.
Mich konnte das Buch auf jeden Fall mehr als begeistern und ich kann es euch nur ans Herz legen, es zu lesen.


Fazit


Ein sehr starkes und emotionales Buch, das an den Erfolg von "The Hate U Give" anschließen kann. Sehr bewegend wird hier die Geschichte von Starr`s Vater erzählt, schonungslos ehrlich und absolut mitreißend.
Ein unglaublich wichtiges Buch!
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 7. Februar 2021

Rezension zu "Ein neuer Tag in Virgin River"


Autor: Robyn Carr
Verlag: mtb
Verlagswebsite: Harper Collins
Seitenzahl: 489
ISBN: 978-3-7457-0137-1
Preis: 10,99 Euro

Inhalt


Vanessa Rutledge kann nicht glauben, dass ihr geliebter Ehemann Matt bei einem Auslandseinsatz gestorben ist. Nur der Gedanke an ihren kleinen Sohn hilft ihr, jeden neuen Tag zu überstehen. In diesen dunklen Stunden ist er ihr größtes Glück. Ein Glück, dass sie nur mit einem teilen kann - Paul Haggerty, dem besten Kumpel von Matt. Seine Fürsorge lässt sie wieder Freude am Leben spüren, und schon bald empfindet sie mehr für Paul als nur Freundschaft. Bevor Vanessa es jedoch wagt, ihren Gefühlen nachzugeben und ihr Herz zu öffnen, führt ihr Weg sie noch einmal an das Grab ihres Mannes.

Meine Meinung


Hach ja, endlich geht es wieder zurück nach Virgin River. Mittlerweile ist es für mich, wie heimkommen. Das Buch ist der mittlerweile fünfte Band der Reihe und ich kann sagen, ich kann von den Büchern einfach nicht genug bekommen.
In diesem Band geht es um die Charaktere Vanessa und Paul, die man auch schon aus den anderen Büchern kennt. Für mich war die Geschichte wirklich sehr emotional, da Vanessa ihren Mann Matt verloren hat.
Es war einfach wieder wundervoll, in dieses kleine Dorf zurückzukehren und auch bekannte Charaktere wieder zu treffen, wie zum Beispiel Mel und Jack. Das finde ich auch immer das Besondere an den Büchern, dass man auch immer wieder den Bezug zu "alten" Charakteren wieder herstellen kann.
Mich konnte die Geschichte von Paul und Vanessa wirklich mitreißen, da ich beide schon in den Vorgänger Büchern wirklich sehr ins Herz geschlossen habe und mir auch für die beiden ein Happy End gewünscht habe. Doch wie man es schon aus den anderen Bänden kennt, ist das in diesen Büchern gar nicht so einfach zu finden. Natürlich ist auch das altbekannte Drama wieder mit dabei und es gibt einige Höhen und Tiefen.
Es gibt vor allem wieder einige Probleme in dem Dorf, die aber natürlich alles so gut wie es geht gelöst werden können. Die Autorin schafft es wirklich mit ihren Worten den Leser in dieses Dorf zu entführen, sodass man sich es auch bildlich vorstellen kann. Insgesamt gefällt mir ihr Schreibstil wirklich sehr gut, obwohl dieser manchmal sehr ausführlich ist und sehr ins Detail geht.
Ihr könnt euch bei diesem Band auf jeden Fall auf jede Menge Liebe freuen, aber auch Drama, Trauer und Zusammenhalt einer Gemeinschaft.
Die Bücher rund um Virgin River sind einfach Wohlfühl-Bücher für mich. Ich kann beim Lesen super abschalten, obwohl es manchmal ganz schön kitschig wird (aber das brauchen wir doch alle mal oder?).
Frischen Wind bringt die Autorin, mit dem Auftauchen von neuen Charakteren, die alle wirklich sehr herzlich und liebevoll sind, so dass man sich auf weitere Bände freut.
Ich bin wirklich jedes Mal aufs Neue begeistert, wie sehr mir die Bücher gefallen und fiebere direkt schon wieder dem nächsten Band hin.


Fazit


Es geht in die nächste Runde von Virgin River und auch dieses Buch konnte mich wieder total begeistern. Es ist einfach ein Wohlbühl-Buch bei dem man super abschalten kann. Super tolle Charaktere und eine entspannte Umgebung, geben dem Buch den letzten Schliff!
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Harper Collins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 22. Januar 2021

Rezension zu "Dash & Lily - Ein Winterwunder"


Autor: Rachel Cohn & David Levithan
Verlag: cbt
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 319
ISBN: 978-3-570-31437-1
Preis: 10,00 Euro

Inhalt


Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lilly den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus kommen sich dadurch näher - das erste Treffen zögern sie hinaus, bis es fast zu spät ist ...

Meine Meinung


Nachdem die Netflix Serie so krass gehabt wurde, wollte ich mich einfach gerne selbst überzeugen, ob das gleichnamige Buch genauso gut ist und mich genauso mitreißt, wie die Serie.
Das Buch gab es früher schon mal und diese Ausgabe ist sozusagen die Film Ausgabe, aber ich hab das Buch tatsächlich noch nicht gelesen und war dementsprechend auch sehr überrascht, wie gut es doch eigentlich ist.
Die Geschichte von Dash und Lily, hat mir mega gut gefallen und hat mich definitiv in Weihnachtsstimmung versetzt. Ich liebe einfach solche lockeren und leichte Geschichten, die auch Humor mit sich bringen und das hatte das Buch auf jeden Fall.
Den Schreibstil mochte ich auch ganz gern, da sich der Text flüssig lesen ließ und nie Langeweile aufkommen ist, im Gegenteil ich hab das Buch durchgesuchtet.
Dazu kommt auch noch, dass das Buch in einer meiner absoluten Lieblingsstädte spielt: New York. Es war schon immer ein riesengroßer Traum von mir, Weihnachten in der Stadt die niemals schläft zu verbringen und mit diesem Buch ist mir das zumindest virtuell gelungen.
Das verschneite, weihnachtlicher New York ist einfach nur magisch und diese Magie ist beim Lesen auf jeden Fall rüber gekommen und man wurde sozusagen zum Mitträumen eingeladen.
Ich sag mal so, man kann natürlich nicht erwarten dass das Buch ist unglaublich vielfältig geschrieben ist, denn dafür waren wir einige sehen einfach viel zu vorhersehbar und auch leicht durchschaubar.
Es ist einfach keine tiefgründige Geschichte, sondern eher etwas leichtes und lockeres für zwischendurch. Ich hab mich als Leser auf jeden Fall unterhalten gefühlt und hat auch wirklich Spaß beim Lesen.
Die Charaktere waren auch einfach sehr liebevoll und sympathisch geschrieben, so dass man sich auch wirklich gut in die Person hinein führen konnte.
Ganz besonders hat mir natürlich gefallen dass es auch Bücher im Vordergrund stehen und Buchhandlungen, denn das lässt doch das Herz eines Buch Fans höher schlagen.
Vor allem mit Dash konnte ich mich gut identifizieren, da ich seinen Sarkasmus liebe und bei mir auch manchmal der Pessimismus durchkommt. Trotzdem waren seine Kapitel immer sehr humorvoll und ich konnte bei ihm besser durchschauen, als bei Lily.
Im Großen und Ganzen ist es wirklich ein sehr schönes Jugendbuch, dass sich gerade für die Weihnachtszeit super eignet.
Also kann es euch wirklich empfehlen, trotz der kleinen Kritikpunkte.


Fazit


Ein wirklich zuckersüßes und vor allem weihnachtliches Jugendbuch, dass einfach Spaß gemacht hat zu lesen.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den cbt Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Sie mussten nach links gehen"


Autor: Monica Hesse
Verlag: cbj
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 443
ISBN: 978-3-570-16602-4
Preis: 18,00 Euro

Inhalt


Frühjahr 1945: das KZ Groß-Rosen ist befreit, und die Soldaten behaupten, der Krieg sei vorbei. Aber für die 18-jährige Zofia Lederman fühlt es sich nicht so an. Ihr ganzes Leben ist ein Scherben zerfallen: Vor drei Jahren waren ihr Bruder Abek und sie die einzigen aus ihrer Familie, die an der Rampe nach rechts geschickt wurden, weg von den Gaskammern von Ausschwitz-Birkenau. Alle anderen - ihre Eltern, ihre Großmutter, ihre Tante Maja - mussten nach links gehen.
Das einzige, was Zofia noch am Leben hält, ist die Suche nach ihrem Bruder. Aber wie soll sie ihn in den Meer von Vermissten finden? Und was, wenn er nicht mehr lebt?

Meine Meinung


Bei diesem Buch ist es mir wirklich etwas schwer gefallen, überhaupt die Überwindung zu finden um so eine emotionale und bewegende Geschichte zu lesen. Ich muss dazu sagen, dass ich mich sehr für das Thema rund um den zweiten Weltkrieg interessiere und mich hat dieses Buch auf eine ganz andere Art und Weise mitgenommen und berührt.
In der Geschichte geht es um Zofia, die nach der Befreiung des Konzentrationslagers Birkenau, ihren Bruder sucht, von dem sie hofft dass er noch lebt.
Man spürt diesen Schmerz regelrecht beim Lesen, den Zofia in sich trägt und auch was diese Jahre in Gefangenschaft mit ihr gemacht haben. Mit ihrer Seele, ihren Körper und allgemein ihrem Zustand. Sie ist gebrochen.
Umso unglaublicher fand ich es, dass sie diesen Mut und diese Kraft aufgebracht hat und diesen schweren Weg von Polen nach Deutschland gereist ist, nur um ihren Bruder zu finden beziehungsweise um weitere Informationen über ihn zu erhalten.
Als sie nach Föhrenwald kommt, begegnet sie unglaublich vielen lieben Menschen, die sie gut aufnehmen und ihr auch Kraft geben und ihr bei ihrer Suche auch helfen. Auch diese Leute haben schreckliches durchgemacht und gemeinsam, geben sie sich Kraft.
Die Suche nach ihrem Bruder, verläuft dabei nicht wie geplant. Es gibt immer wieder Höhen und Tiefen und Zofia merkt selber, wie schrecklich diese Ereignisse doch für sie waren.
Vor allem, ist es wichtig dass man nicht immer stark sein muss, sondern auch mal den Schmerz zulassen kann und einfach seiner eigenen Trauer nachgeben sollte.
Ich bin beim Lesen wirklich sehr schnell emotional und auch hier blieb bei mir kein Auge trocken. Nicht nur der Verlust ihrer Familie, sondern auch ihr Zustand hat mich unglaublich traurig gestimmt und noch mal klar werden lassen, wie schrecklich und furchtbar die Zeit damals war.
Das Buch und die Geschichte haben wir wirklich "gefallen". Ich glaube gefallen ist das falsche Wort aber ich fand es unglaublich informativ, bewegend und berührend. So ein Thema ist natürlich immer schwierig anzusprechen und man weiß nie so genau, inwieweit man über das Thema reden kann, da ist schon ein sensibles Thema ist.
Das Buch ist unterteilt in die aktuelle Geschichte, sowohl auch Erinnerungen aus ihrer Zeit in Auschwitz. Und genau diese Erinnerungen haben mich jedes Mal zum Weinen gebracht. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schlimm das für die Menschen war. Diese Szenen sind mir wirklich unter die Haut gegangen.
Ein Buch gegen das Vergessen, absolut erschreckend und bewegend.


Fazit


Ein unglaublich bewegendes und emotionales Buch! Zofia ist nach den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges auf der Suche nach ihrem Bruder, doch sie weiß nicht ob er überhaupt noch lebt.
Ein unglaublich berührendes Buch, was mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat!
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 18. Januar 2021

Rezension zu "Sweet Like You"


Autor: Robyn Neeley
Verlag: KYSS
Verlagswebsite: Rowohlt Verlag
Seitenzahl: 331
ISBN: 978-3-499-00504-6
Preis: 12,99 Euro

Inhalt


Honey Springs ist eine kleine Stadt in Kalifornien, die für den dort hergestellten Honig bekannt ist. Für Cassie Wilkerson ist es der Ort, an dem sie sich das erste Mal verliebte. Doch das ist lange her. Inzwischen lebt sie in New York und kehrt nur für die Testamentseröffnung ihrer Tante zurück. Doch anstatt wie erwartet und eine Kleinigkeit zu erben, ist die plötzlich Besitzerin einer Farm samt Imkerei und und soll noch für drei Wochen das Amt ihrer verstorbenen Tante als Bürgermeisterin übernehmen. Bitte was? Cassie kann nicht bleiben. Sie hat einen Job in New York. Und sie hat Angst vor Bienen, verdammt noch mal. Aber um ihrer Tante willen lässt sie sich auf die drei Wochen ein. Schließlich hat sie Hilfe. Zum Beispiel von Nick Porter, damals ihr erster Freund und heute der Chef Imker ihrer Farm ..

Meine Meinung


Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, da ich Geschichten liebe, wo es um Kleinstädte und den damit verbundenen Klatsch und Tratsch geht. In "Sweet like you" wird der Leser in die kleine und vor allem zuckersüße Stadt Honey Springs entführt. Hier leben die unterschiedlichsten Leute und mittendrin ist die Protagonisten Cassie, die hier übergangsweise als Bürgermeisterin arbeitet, da ihre Tante frühzeitig verstorben ist. Doch der Empfang ist alles andere als liebevoll und sie merkt schnell, dass sie schon etwas dafür tun muss, dass die Bewohner der Stadt sie mögen. Doch das ist gar nicht so einfach wie gedacht.
Für mich war das Buch ein klassisches Wohlfühlbuch in dem man einfach abschalten konnte und auch mal die Seele baumeln lassen konnte. Die Geschichte bringt einfach so viel mit sich Humor, Drama und natürlich ganz wichtig auch Liebe.
Die Protagonistin mache ich wirklich gern, da sie einen wirklich sehr lieben Charakter hatte und man die Geschichte gut aus ihrer Sicht auch verfolgen konnte.
Mir haben die Charaktere insgesamt sehr gut gefallen, da sie einfach unterschiedlicher nicht hätten sein können aber dennoch irgendwie zusammen auch harmoniert haben. Ganz besonders hat es mir natürlich Nick angetan, der wirklich eine ganz liebevolle und fürsorgliche Art hat und ich ihn direkt auch in mein Herz geschlossen habe. Nick ist einfach ein Traumtyp, klar manchmal bisschen impulsiv aber ansonsten hat er sein Herz am rechten Fleck und trägt Cassie auf Händen.
Deswegen fand ich auch die Szenen mit den beiden zusammen immer am Besten und habe so mitgefiebert bis sie endlich zusammen kommen.
Ich fand es super süß, dass alles unter dem Thema Honig stand und man sozusagen auch noch etwas über die Herstellung gelernt hat.
Mit im Vordergrund steht natürlich die Liebesgeschichte, die auch wirklich wunderschön beschrieben wurde und man auch merkt, dass in einer Beziehung nicht immer alles rosarot ist, sondern dass es halt auch Höhen und Tiefen gibt.
Dennoch gab es unglaublich viele Ohh-Momente, die dein Herz wirklich zum Schmelzen gebracht haben und einfach auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Kennt ihr das, ihr lest eine unglaublich zuckersüße Liebesgeschichte und denkt euch einfach so, kann das bitte auch in Real Life passieren?
Ich bin für solche leichten Liebesgeschichten ja sowieso immer zu haben und dieser hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, da die ganze Atmosphäre des Buches einfach eine sehr große Rolle gespielt hat und auch die Liebe insgesamt gefeiert wurde.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich wirklich locker und leicht lesen, so dass man wirklich entspannen konnte und sich einfach auch wohl gefühlt hat.
Mir hat vor allem auch der Zusammenhalt der kleinen Stadt sehr gefallen und auch dass die Bienen einen so zentralen Punkt spielen. Deswegen freue ich mich jetzt schon wie verrückt, wenn ich den zweiten Band lesen kann und es dann auch direkt wieder nach Honey Springs geht.


Fazit


Ein klassisches Wohlfühlbuch, das den Leser in die kleine Stadt Honey Springs entführt, wo alles unter dem Motto "Honig" steht.
Die Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr süß und romantisch, sodass man einfach mal die Seele baumeln lassen kann.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den KYSS Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 2. Januar 2021

Rezension zu "Wintermärchen in Virgin River"


Autor: Robin Carr
Verlag: mtb
Verlagswebsite: Harper Collins
Seitenzahl: 325
ISBN: 978-3-7457-0103-6
Preis: 10,99 Euro

Inhalt


Letzte Weihnachten verlor Marcie Sullivan ihren geliebten Mann Bobby. Dieses Jahr sucht sie nach dem Menschen, der es ihr ermöglichte, sich von Bobby zu verabschieden. Im verschneiten Virgin River spürt sie Ian Buchanan auf. Obwohl der Empfang frostig ist, lässt Marcie sich nicht so leicht in die Flucht schlagen. Offenbar hat auch Ian Schlimmes erlebt und trägt eine schwere Last mit sich herum. Können sie gemeinsam die Vergangenheit bewältigen? Immerhin werden in Virgin River manchmal Weihnachtswunder wahr ...

Meine Meinung


Ich habe mich wieder unglaublich gefreut, mit diesem Buch zurück nach Virgin River zu reisen und ein neues Abenteuer in diesem zauberhaften Dorf zu erleben.
Nachdem mich der dritte Band emotional sehr mit gerissen hatte, war ich jetzt sehr gespannt, was mich in der Weihnachtsedition erwartet.
Hier geht es um die Protagonisten Marcie, die auf der Suche nach einem Freund ist, den sie in Virgin River vermutet.
Für sie beginnt eine ganz spezielle Reise, denn sie sucht unglaublich lange nach ihm, bis sie ihn endlich findet. Unterstützung bekommt sie von Mel und Jack, die wir schon aus den anderen Bänden der Reihe kennen.
Weihnachten würde ich sagen, steht hier eher im Hintergrund, denn es geht in erster Linie wirklich um die Geschichte von den beiden. Marcie mochte ich eigentlich total gern, da sie eine sehr selbstbewusste und starke Person ist, die auch alles durchzieht was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Ian dagegen fand ich anfangs etwas komisch, was ich aber im Laufe des Buches dann doch geändert hat. Er schien sehr verletzt zu sein und auch sehr in sich gekehrt, was sein Charakter auch erklärt.
Natürlich ist in diesem Buch nicht nur die Liebe im Vordergrund, sondern auch das altbekannte Drama, was man auch schon in den anderen Bändern lesen konnte spielt wieder eine Rolle und natürlich der Zusammenhalt des Dorfes.
Natürlich trifft man auch wieder auf andere Charaktere wie Paige, Preacher und Doc.
Was mir auch sehr gefallen hat, war, dass auch wieder diese heimliche und liebevolle Atmosphäre, die das Dorf ausstrahlt beim Lesen auch wieder rüber kam.
Die Geschichte wird auf jeden Fall auch wieder sehr emotional, da es sich auch um Ian Vergangenheit dreht, die er im Krieg im Iran verbracht hat.
Die beiden leben in einer einsamen Hütte im Wald, wo sie sich natürlich auch ein wenig näher kommen. Anfangs konnte ich diese Verbindung noch nicht ganz nachvollziehen, aber gerade zum Ende hin fand ich absolut niedlich und habe auch richtig mit den beiden mitgefiebert, dass es etwas wird.
Die Reihe schafft es einfach jedes Mal mich zu begeistern, obwohl ich gestehen muss, dass dieser Band bis jetzt der schwächste der Reihe ist.
Ich freue mich jetzt unglaublich auf den nächsten Band und bin schon sehr gespannt, um welches Dorf Mitglied es sich diesmal dreht.


Fazit


Eine sehr süße und emotionale Wintergeschichte, die in dem niedlichen Dorf Virgin River spielt.
Man trifft auf bekannte Charaktere, der anderen Bände, was ich super schön fand.
Die Geschichten sind insgesamt etwas zum Wegträumen und Wohlfühlen! Ganz toll!
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Harper Collins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.