Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension zu "Der zauberhafte Eisladen - Vanille, Erdbeer & Magie"


Autor: Heike Eva Schmidt
Verlag: Boje
Verlagswebsite: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 206
ISBN: 978-3-414-82502-5
Preis: 10,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren


Inhalt

Elli ist samt Familie und den drei Familienhühnern umgezogen - und verbringt seitdem ihre Freizeit am liebsten im Eisladen ihres Großvaters.
Bei Sorten wie Vanikirsch, Krokantuss oder Banandel fällt die Auswahl im "Leonardos" schwer.
Aber warum macht das Eis mal glücklich, und ein andermal fühlt man sich auf zauberhafte Weise plötzlich albern oder mutig?
Als Elli dann noch ein Geheimfach unter der Eistheke entdeckt und das Karamelleis in ihrem Mund plötzlich bitter schmeckt, wird sie stutzig.
Könnte es sein, dass in Leonardos Eisladen Magie im Spiel ist?


Meine Meinung

Ein wundervolles Abenteuer für Kinder, welches sich perfekt für den Sommer eignet. In diesem Buch begleiten wir die Protagonistin Elli, die wirklich sehr chaotisch ist. Aber ich denke diese Eigenschaft macht sie auch gerade für das Alter von 8 Jahren sympathisch.
Hinzu kommt noch ihr Großvater der ein großes Geheimnis zu verbergen scheint. Und diese Spannung um dieses Rätsel baut sich natürlich im Laufe des Buches auf.
Ich mochte total wie Elli und ihre Familie miteinander umgehen und vor allem welche Bindung sie zu ihrem Huhn namens "Ente" hat.
Ich fand es einfach niedlich, welche Verbindung Elli mit ihrem Opa hat und wie das Eis die beiden verbindet. Ich würde es im Übrigen sehr praktisch finden, wenn aus meiner Familie jemand einen Eisladen hätte.
Das Eis von ihrem Opa ist natürlich auch etwas ganz Besonderes, so gibt es die kuriosesten Sorten wie Vanikirsch oder Banandel.
Klar, das viele Leute sein Eis lieben, aber irgendwas verbirgt ihr Opa dennoch. Und dieses Geheimnis wird im Laufe des Buches immer ein Stückchen mehr gelüftet.
Der Schreibstil ist dem Alter entsprechend, nicht zu ausschweifend und auch von den Kapiteln her eine gute Länge. Das Einzigste was ich mir noch gewünscht hätte, das es ein wenig mehr Illustrationen in dem Buch gegeben hätte. Es gab ja die ein oder anderen Bilder und die waren auch total niedlich gezeichnet, aber es hätten mehr sein können.
Deswegen würde ich das Buch auch eher Kindern empfehlen, die schon etwas sicherer im lesen sind.
Dadurch das es eben wenig Bildern sind, muss das Kind seine eigene Fantasie nutzen und das klappt am Anfang meistens noch nicht.
Dennoch fand ich das Buch und vor allem die Geschichte sehr zauberhaft und auch die Charaktere schließt man sofort ins Herz.
Also ich bin wirklich super begeistert und gerade als Sommerlektüre eignet sich diese Story richtig gut.
Ich hatte teilweise so einen Heißhunger auf Eis, das war unglaublich :D
Jetzt freu ich mich wie verrückt auf den zweiten Teil und überbrücke die Wartezeit mit einer Riesen Portion Eis :)




Fazit

Ganz toller, sommerlicher Roman, der sich für Kinder eignet die schon etwas sicherer im Lesen sind.
Das Buch war wirklich cool, auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr Illustrationen gewünscht hätte.
4 von 5 Sterne von mir.

Vielen lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 15. Juni 2018

Rezension zu "Das kleine Waldhotel - Ein Zuhause für Mona Maus"



Autor: Kallie Geogre
Verlag: Schneiderbuch Egmont
Verlagswebsite: Egmont Verlag
Seitenzahl: 179
ISBN: 978-3-505-14149-2
Preis: 12,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 7 Jahren


Inhalt

Mitten im schlimmsten Sturm stolpert Mona, die Maus, in die wunderbare Welt des kleinen Waldhotels. Sie hat großes Glück und kann als Zimmermädchen anfangen - und bleiben!
Doch das Leben besteht nicht nur aus Eichelsoufflé und moosweichen Betten: Bären und Wölfe haben das geheime Hotel entdeckt.
Mona muss ihren Einfallsreichtum beweisen, um den Ort zu beschützen, den sie liebt.
Denn das Hotel ist mehr als eine warme Unterkunft für die Nacht: Es ist ihr Zuhause.


Meine Meinung

Mir wurde das Buch selber empfohlen und jetzt verstehe ich auch warum. Es ist eine super niedliche Geschichte, über eine kleine Maus, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Zuhause. Und zwar ein richtiges Zuhause, wo man ein Bett hat und nicht alleine ist.
Und dieses scheint Mona in dem kleinen Waldhotel gefunden zu haben. Aber dennoch gibt es etwas, dass sie davon abhält sich wirklich wohl zu fühlen.
Sie scheint alles falsch zu machen und wird immer wieder von Tilda, einem Eichhörnchen, beschimpft.
Aber ich persönlich finde es für das Alter von 7 Jahren wirklich eine zauberhaft schöne Geschichte, die zum Träumen einlädt.
Gerade auch die Protagonistin Mona ist total niedlich und man möchte sie als Leser am liebsten knuddeln.
Mona beweist natürlich ganz viel Mut und stellt sich schwierigen Aufgaben, wie das Zimmer eines Stinktieres reinigen oder auch das Hotel gegen Wölfe und Bären zu verteidigen.
Das Buch wird nie langweilig, weil immer wieder etwas Neues passiert, das das Kind erlebt und auch entdecken kann.
In dem Buch befinden sich total niedliche und liebevolle Illustrationen, die der Geschichte ein Bild verleihen und auch die Fantasie und das Verständnis des Kindes anregen.
Die Charaktere sind alle kindgerecht beschrieben, sodass man selbst vor den "bösen" Wölfen keine Angst haben muss.
Der Schreibstil ist dem Alter entsprechend und auch total herzerwärmend geschrieben.
Gerade auch, weil man so viele verschiedene Figuren kennenlernt, wird es nicht langweilig und man hat immer diesen Drang weiterlesen zu wollen und weitere Abenteuer zu entdecken.
Ich fand es auch super, dass das Buch eine sehr wichtige Botschaft bereithält. Freundschaft und Vertrauen ist das wichtigste und wertvollste was es gibt.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, da es mich absolut überzeugt hat und ich finde, dass es sich auch gerade für Leseanfänger durch die große Schrift eignet.
Mit knapp 180 Seiten hat das Buch eine gute Länge und die Kapitel sind auch nicht allzu lang.
Ich mochte die Geschichte und vor allem die abwechslungsreichen Figuren total gern, und ich glaube auch Kinder werden sich sofort in diese Story verlieben.
Ich bin auch jetzt schon total gespannt, wie es weitergeht und der zweite Teil der Reihe erscheint.



Fazit

Ein herzerwärmendes Kinderbuch, welches sich auf jeden Fall für Leseanfänger eignet.
Tolle Botschaft mit niedlichen Charakteren.
Für Mona Maus und das Waldhotel gibt es 5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Schneiderbuch Egmont Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension zu "Dear Martin"


Autor: Nic Stone
Verlag: Rowohlt
Verlagswebsite: Rowohlt Verlag
Seitenzahl: 253
ISBN: 978-3-49921-833-0
Preis: 17,00 Euro


Inhalt

Justyce McAllister gehört zu den Besten seiner Stufe. Er hat eine umwerfende Freundin und schon jetzt einen Studienplatz in Yale sicher - doch all das interessiert den Polizisten nicht, der ihm eines Abends die Handschellen umlegt.
Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz.
Und er lebt in den USA im Jahr 2017.


Meine Meinung

Puh, was für ein Buch! Ich kann meine Gefühle immer noch nicht wirklich sammeln oder zusammenfassen für das, was ich da gelesen habe.
Zum einen fühle ich Trauer, Trauer über Menschen, die in unserer heutigen Zeit immer noch einen Unterschied zwischen schwarz und weiß machen. Aber ich spüre auch Scham, einfach aus dem Grund, weil ich weiß bin und somit ja auch etwas dagegen haben könnte. Sprich, einfach über einen Kamm geschert.
Doch so ist es ganz und gar nicht! Ich wünsche mir einfach, dass in unserer heutigen Zeit solche Dinge nicht mehr wichtig sind, ich meine ist doch total egal, ob ich in der Schule neben jemanden sitze der schwarz ist oder weiß.
So begleiten wir auch Justyce durch sein Leben, welches gar nicht so einfach ist. Wegen seiner Hautfarbe muss er sich Dinge anhören, die mich als Leser zutiefst schockiert haben, da es der Realität gar nicht so fremd ist.
Er wird beschimpft oder muss sich den Namen "Gangster oder Junkie" anhören, weil die Leute ihn einfach verurteilen ohne ihn zu kennen.
Von der Art und dem Aufbau der Geschichte hat mich das Buch schon sehr an "The Hate U Give" erinnert, aber ich denk mal einfach aus dem Grund, dass es dem Leser die gleiche Botschaft übermitteln soll.
Eine schöne Idee fand ich persönlich, dass unser Protagonist Briefe an Martin Luther King schreibt, der sein Vorbild zu sein scheint.
Diese Briefe beinhalten Schmerz, Trauer aber auch ein Fünkchen Freude am Leben, obwohl in Justyce Leben gerade einiges los ist. Man merkt aber dennoch als Leser, dass ihm diese Briefe Kraft und auch Hoffnung schenken.
Man merkt auch, wie die Gesellschaft mit ihm umgeht, sprich Mütter ziehen ihre Kinder weg, wenn er um die Ecke kommt oder sonstiges. Totaler Schwachsinn.
Ich finde, das Buch gibt auch gerade Teenagern eine Stimme, die beispielsweise mit einem ähnlichen Thema zu kämpfen haben.
Als Mobbing würde ich dieses Ausmaß an Ungerechtigkeit schon nicht mehr bezeichnen, denn hier merkt man wirklich, dass sich die Gesellschaft schon längst verschworen hat.
Den Schreibstil mochte ich ganz gern, obwohl natürlich auch viele Wörter aus dem Slang benutzt wurden, mit denen ich jetzt eher weniger etwas anfangen konnte.
Dennoch hat mich das Buch wirklich erschüttert und sehr bewegt. Gerade auch die Briefe ließen mich schlucken und auch mal nachdenken.
Ich wünsche mir einfach für unsere heutige Gesellschaft, dass so etwas endet! Niemand hat das Recht, einen Menschen aufgrund seiner Herkunft oder seiner Hautfarbe zu verurteilen.


Fazit

Sehr bewegendes Buch, welches auf jeden Fall lesenswert ist. Da mich einige Passagen stark an ein anderes Buch erinnerten, vergebe ich 4 von 5 Sterne.

Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 1. Juni 2018

Rezension zu "Das Zeiträtsel"


Autor: Madeleine L`Engle
Verlag: You&ivi
Verlagswebsite: Piper Verlag
Seitenzahl: 205
ISBN: 978-3-492-70491-5
Preis: 10,00 Euro


Inhalt

Meg ist zwar ein Mathegenie, aber sie hält nicht viel davon, in der Schule auf die Lehrer zu hören.
Also hat sie nichts als Ärger. Auch mit ihrem kleinen Bruder Charles, der über merkwürdige Begabungen verfügt und manchmal ihr Gedanken lesen kann.
Als die beiden dann noch mitten in der Nacht Besuch von einer merkwürdigen alten Dame bekommen, wird ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Denn sie erfahren, dass ihr Vater, ein berühmter Wissenschaftler, der seit Jahren verschwunden ist, auf dem weit entfernten Planeten Camazotz gefangen gehalten wird.
Doch es gibt einen Weg, ihren Vater zu befreien. Und Meg und Charles sind die Einzigen, die diese Aufgabe übernehmen können.
Das Abenteuer durch Raum und Zeit kann beginnen ...


Meine Meinung

Nachdem ich den Trailer, zu dem gleichnamigen Film geschaut habe, war ich sehr gespannt auf die Geschichte und wollte gern das Buch lesen, bevor ich den Film anschaue.
Das Cover hat mich schon mal sehr angesprochen, sodass man schon anhand der Bilder erkennen kann, dass es sich um das Universum und Fabelwesen dreht.
Das Buch ist ab 10 Jahren und mit seinen 205 Seiten genau richtig für das Alter. Die Kapitel haben auch eine angemessene Länge, sodass man wirklich das ein oder andere Kapitel am Abend schafft.
Der Schreibstil war leider nicht so meins und ich denke auch, dass es für das Alter von 10 Jahren noch ein wenig anspruchsvoll ist.
So liest man einige Wörter, die sehr fachspezifisch sind und die selbst ich nachschlagen musste. Die Protagonistin Meg war ganz okay, ich denk mal, dass sich gerade Mädchen, die dasselbe Alter haben sehr gut mit ihr identifizieren können.
Ihr Bruder, der dagegen fünf Jahre alt ist, spricht wie ein Erwachsener und schmeißt mit jeder Menge Fremdwörtern aus der Wissenschaft um sich, bei denen selbst ich manchmal keine Ahnung hatte.
Zudem war mir auch seine Rolle in der Geschichte nicht wirklich klar, sodass ich hinter seinem Charakter keine Logik erkennen konnte.
Wenn man das Buch lesen möchte, muss man sich drauf einstellen, dass es im Groben um Wissenschaft geht und zwar um die Entdeckung von Raum und Zeit. Dadurch, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, hätte ich mir gewünscht, dass einige Begriffe kindgerechter erklärt werden. Ich meine, beispielsweise konnte ich mit 10 Jahren noch nicht die Relativitätstheorie ableiten.
Bei sowas hätte ich mir mehr Erklärung gewünscht, sodass das Kind vielleicht beim Lesen auch noch das ein oder andere lernt.
Ansonsten hat mir die Idee der Story ganz gut gefallen, obwohl für mich das Ende des Buches viel zu kurz war und man dachte, dass jetzt nochmal etwas kommt, mit dem der Leser auf keinen Fall gerechnet hätte.
Dennoch mochte ich die Nebenfiguren wie Frau Wasdenn und Co. sehr gern, obwohl ich mich auch bei diesen Figuren gefragt habe, was sich hinter ihnen verbirgt, aber sie bleiben auch nach dem Buch noch ein Geheimes für sich.
Nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, fällt es mir immer schwerer mir vorzustellen, dass der Film das alles genauso rüberbringen kann wie es das Buch tut.
Versteht ihr was ich meine? Einige Dinge in dem Buch waren so speziell, dass mir einfach die Vorstellung fernbleibt, dass der Film es genauso zeigen kann.
Auf jeden Fall erwarten euch ganz tolle Schauspieler, wie beispielsweise Reese Witherspoon und Co..
Für Kinder, die sich für Wissenschaft und Physik interessieren wäre das Buch auf jeden Fall der richtige Griff, aber auch Fanatsy-Begeisterte erfreuen sich an einer bunten Welt.
Abschließend kann ich euch verraten, dass es einen zweiten Band geben wird, sodass ich hoffe, das die Story noch die Kurve bekommt.



Fazit

Von der Idee her eine gute Story aber leider hat mir die Umsetzung nicht richtig zugesagt. Ich persönlich fand es für 10 Jahre ein wenig zu anspruchsvoll, was die speziellen Begriffe betrifft.
Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

Vielen lieben Dank an den Piper Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 29. Mai 2018

Rezension zu "Auf den ersten Blick verzaubert"



Autor: Sonja Kaiblinger
Verlag: Dressler
Verlagswebsite: Oetinger Verlag
Seitenzahl: 314
ISBN: 978-3-7915-0071-3
Preis: 17,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren


Inhalt

Ein kurzer Blick in den Spiegel und Ophelias Welt steht kopf. Ihr wächst ein Bart!
Offensichtlich hat sie die Verwandlungsgabe (oder wohl eher den Fluch!) ihrer Familie geerbt.
Dabei hat Ophelia wirklich schon genug Ärger mit dem Chaos, das ihre drei Tanten und ihre Zwillingsschwester Lora damit anrichten.
Nun soll sie auch noch beweisen, dass sie ihre Verwandlungen kontrollieren kann. Anstatt also ihren Schwarm Adrian endlich zu ihrer Geburstagsparty einzuladen, muss Ophelia lernen, die Gestalt des beliebten, aber leider todlangweiligen Cliff anzunehmen.
Und höllisch aufpassen, sich bei all dem nicht zu verlie...ren.



Meine Meinung

Dieses Buch ist einfach Zucker!
Schon das Cover lachte mich mit den vielen verschiedenen Motiven an und machte mich auch sofort neugierig.Vom Klappentext her, versprach das Buch eine turbulente und vor allem aufregende Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin war spitze! Absolut dem Alter entsprechend und sehr modern. Ich meine, mit 12 Jahren will keiner mehr ein "Kinderbuch" lesen. Und so schreibt auch die Autorin über aktuelle Themen und bindet auch die Jugendsprache sehr humorvoll ein. Insgesamt war die Geschichte voller Witz und Charme und ich musste manchmal fast Tränen lachen.
In der Geschichte begleiten wir Ophelia (dieser Name ist einfach unglaublich schön) durch ihr Leben, welches gerade durch einige Höhen und Tiefen geht.
So ist es beispielsweise völlig "normal", dass ihr plötzlich ein Bart wächst oder aber sie sich plötzlich mit dem It-Boy der Schule super versteht.
Diese Szenen waren wirklich herrlich beschrieben, sodass ich manchmal einige Züge aus meinem eigenen Charakter in Ophelia wieder erkennen konnte. Auf jeden Fall konnte ich die peinlichen Momente sowas von nachvollziehen, da will man einfach nur im Boden versinken.
Die Geschichte wurde keineswegs langweilig oder zog sich, eher im Gegenteil, das Ende kam leider viel zu schnell.
Ich muss zugeben, am Anfang hatte ich ein wenig Probleme in das Buch reinzukommen, das lag aber eher daran, dass ich mich erstmal an diesen modernen Schreibstil gewöhnen musste.
Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich mir noch nichts weiter darunter vorstellen konnte.
Aber wie die Autorin die einzelnen Charaktere herausgearbeitet hat, fand ich wirklich cool. Jeder hat seinen eigenen Charakter, der die Figur einzigartig macht und die man sich auch gut einprägen kann. Zum Beispiel mochte ich die drei Tanten von Ophelia total gern, nicht nur weil sie mega chaotisch sind, sondern weil sie in ihrem Innern herzensgut sind und man diese Liebe beim Lesen gespürt hat.
Natürlich passieren Ophelia sooo viele Dinge, dass ich die euch hier gar nicht hätte aufzählen können. Aber jedes dieser Dinge ist so komisch und witzig, dass selbst ich manchmal laut lachen musste.
Das Ende war wie gesagt ziemlich schnell und unerwartet da, hat mich aber teilweise nicht überraschen können.
Dennoch bin ich jetzt super gespannt, wie es mit Ophelia und ihrer Schwester Lora weitergeht und ob sie auch im zweiten Teil wieder so viele tolle, aber auch tollpatschige Dinge erleben.
Aber jetzt mal unter uns, Figuren die tollpatschig sind, sind mir sowieso die liebsten :D



Fazit

Ganz tolles Buch, welches ich wirklich für das Alter von 12 Jahren empfehlen kann. Es bringt jede Menge Humor und eine tolle Geschichte mit sich, die ihr euch nicht entgehen lassen könnt.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Vielen lieben Dank an den Oetinger Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 28. Mai 2018

Gastrezension von meinem Papa zu "Unterleuten"


Autor: Juli Zeh
Verlag: btb
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 635
ISBN: 978-3-442-71573-2
Preis: 12,00 Euro


Inhalt

Wer nur mit einem flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten.
Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf.
Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.


Seine Meinung

Chapeau! "Unterleuten" ist nicht nur ein bemerkenswertes Buch; es ist ein Appell für Respekt, Toleranz und Empathie.
Juli Zeh gelingt es meisterhaft die Zerrissenheit der deutschen Gesellschaft zu porträtieren, ohne dabei in billige Sterotype abzugleiten. Ganz im Gegenteil - sie bietet einen individuellen, zu Teilen feinfühligen Einblick in die Seele der Protagonisten.
Die Brandenburger Einöde ist dabei der ideale Ort all den Widersprüchen unserer Gesellschaft einen Raum und letztlich ein Schlachtfeld zu geben. Hier trifft West auf Ost, Jung auf Alt, Verbohrt auf Idealistisch, digital auf analog, Liebe auf Hass und am Ende Glück auf Drama.
All diese Gegensätze in eine ländlicher Idylle zu transportieren, scheint bereits der erste Widerspruch zu sein.
Juli Zeh versetzt den Leser in die individuelle Sichtweise der Akteuere.
Bei jedem Einblick in die Gedankenwelt wird erstaunlicherweise aus der jeweiligen individuellen Sicht klar und nachvollziehbar, warm sie so handeln; in der Summe der Individuen fehlt aber letztlich der Gemeinschaftsgeist - der perfekte Boden für ein Drama ...

Der Schreibstil ist locker, frei von überflüssigen intellektuellen "Sprech" und damit wenig anstrengend; das Cover ist schlicht, aber irgendwie für den Ort und die Akteure passend.



Fazit

Sehr empfehlenswert, es könnte sicher nicht schaden, solche Bücher im Schulunterricht einzubinden.

5 von 5 verdiente Sterne!

Vielen lieben Dank an den btb Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 27. Mai 2018

Rezension zu "Shark Club"


Autor: Ann Kidd Taylor
Verlag: Penguin
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 405
ISBN: 978-3-328-10237-3
Preis: 13,00 Euro


Inhalt

An einem Sommermorgen erlebt die zwölfjährige Maeve an einem Strand in Florida zwei Dinge, die ihr Leben für immer verändern: Sie küsst Daniel, ihre erste große Liebe. Und sie wird von einem Hai gebissen.
Achtzehn Jahre später reist Maeve als Meeresbiologin um die Welt und erforscht das Verhalten von Haien.
Doch an ihrem dreißigsten Geburtstag kehrt sie zurück in das Hotel ihrer Großmutter, indem sie aufwuchs. Und an den Strand, den sie noch immer mit Daniel verbindet.
Als sie sich dort mit einem kleinen Mädchen anfreundet, wird ihr klar, dass sie nicht ewig fliehen kann.
Vor ihrer Vergangenheit, vor der Liebe - und vor dem Mann, der ihr Herz brach ...


Meine Meinung

Ich hatte mal wieder Lust auf einen schönen Sommerroman voller Liebe und Spannung.
Wer auch auf der Suche nach so einem Buch ist, dem würde ich Shark Club gern ans Herz legen. In diesem Buch begleitet man Maeve, durch ihr rasantes Leben voller Höhen und Tiefen.
Maeve war mir als Charakter sehr sympathisch, einfach weil sie das typische normale Frauenbild widerspiegelt. Sie ist nicht übertrieben oder hält sich für etwas besseres, nur weil sie Meeresbiologin ist.
Das fand ich persönlich auch an dem Buch schön, dass man nicht nur mit Herzschmerz und den typischen Dingen eines Schnulzen Romanes überschüttet wird, sondern auch ein wenig über Haie und das Meer an sich kennenlernt.
Zum Beispiel wusste ich nicht, dass es Zitronenhaie gibt oder dass man am Strand Zähne von Haien finden kann.
Solche Informationen mochte ich total gern, da man dadurch immer wieder diesen Aha-Effekt hatte. Auch spricht dieses Buch ein Thema an, welches aktuell auch ein Problem ist: Wilderer, die Haien Flossen abschneiden um damit viel Geld zu gewinnen. Damit setzt sich das Buch auch ein wenig auseinander und ich fand das wirklich interessant.
Natürlich ist es aber dennoch ein Sommerroman, bei dem die Liebesgeschichte nicht fehlen darf.
Diese Story war wirklich schön und spannend ausgeschmückt, sodass man als Leser schon seinen Favoriten finden kann.
Insgesamt lernt man auch noch einige Dinge aus Maeve`s Vergangenheit, die aufgedeckt werden und die einen natürlich erstmal überraschen.
Hätte ich zu Anfang nicht vermutet, dass das Buch noch so viele Überraschungen mit sich bringt. Gerade auch wenn man an die Stelle kommt, als einem klar wird, warum das Buch "Shark Club" heißt, mochte ich total gern.
Die anderen Charaktere waren sehr unterschiedlich aber irgendwie schließt man doch alle auf eine Weise ins Herz.
Gerade auch der Schreibstil hat es mir sehr angetan, da er wirklich locker und frisch war, und somit der Beschreibung Sommerbuch gerecht wird.
Selbst das Cover stahlt für mich schon einfach Sonne, Strand und Meer pur aus. Ich fand es schon auf den ersten Blick ansprechend und auch inspirierend.
Das Ende war abgerundet und ließ mich mit einem guten Gefühl die letzte Seite umschlagen.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich das Buch jedem für den perfekten Sommerurlaub empfehlen würde!


Fazit

Ganz toller Roman voller Liebe und Emotionen. Tolles Sommerbuch, das am Strand nicht fehlen darf.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.