Freitag, 15. November 2019

Rezension zu "Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen"


Autor: Anne Scheller
Verlag: Baumhaus
Verlagswebsite: Bastei Lübbe
Seitenzahl:187
ISBN: 978-3-8339-0595-7
Preis: 10,00 Euro

Inhalt

Eigentlich soll Lenni nur auf Herrn Wunders Spielzeugladen aufpassen, solange der verreist ist. Doch plötzlich passieren dort allerhand merkwürdige Dinge: Nachts dringen seltsame Geräusche aus dem Laden, Spielzeuge liegen nicht mehr da, wo sie noch am Vortag waren, und ein magisches Kribbeln erfüllt die Luft.
Werden die Spielzeuge es war in der Nacht lebendig? Und was hat die dritte Schublade im Ladentisch damit zu tun, die Lenni auf keinen Fall öffnen darf?

Meine Meinung

Dieses Buch weckt auf jeden Fall Kindheitserinnerungen bei mir. Wer "Toy Story" oder "Nachts im Museum" mag, wird bei dieser Geschichte auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.
Lenni, der Protagonist, muss sehr viel Verantwortung tragen, denn er muss auf den Spielzeugladen von Herrn Wunder aufpassen.
Der Autorin ist es auf jeden Fall gelungen, mit dem Setting eines magischen Spielzeugladen, eine fabelhafte Geschichte zu schaffen.
Lenni als Figur fand ich persönlich eher unscheinbar. Er ist ein lieber Junge und man muss ihn einfach gern haben.
Mir persönlich haben die beiden Figuren Merle und Herr Wunder total gut gefallen. Der Spielzeugmacher hat mich von seiner Art und Weise an den verrückten Hutmacher aus "Alice im Wunderland" erinnert, obwohl er auch vom Wesen her total lieb ist.
Merle ist eine kleine wilde und verrückte, die immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer ist. Auch sie wird in das Geheimnis des Ladens eingeweiht.
Mich hat einfach die Idee der Geschichte schon völlig überzeugen können. Ich mochte es, wie detailreich der Laden beschrieben wurde und auch die Spielzeuge wurden von der Autorin intensiv vorgestellt.
Für ein Kind gibt es glaub ich nichts schöneres, als einmal einen kompletten Laden voller Spielsachen für sich allein zu haben. Und das diese dann auch noch lebendig werden ist dann sozusagen noch das "I-Tüpfelchen", obwohl es anfangs sicher etwas beängstigend ist, wenn plötzlich eine Elfe anfängt zu sprechen.
Aber Lenni meistert das alles sehr gut, bis er plötzlich vor einem Problem steht, welches er dringend lösen muss, da die Existenz der Spielzeuge auf dem Spiel steht.
Wird er dieses Abenteuer lösen können?
Der Schreibstil der Autorin war auch total angenehm und locker. Gerade für Kinder stellt die Geschichte ein wundervolles Abenteuer dar.
Die Kapitel sind nicht allzu lang und sind noch mit einzelnen Illustrationen verziert. Diese sind total liebevoll gestaltet und haben mir sehr gefallen. Sie bringen einfach Abwechslung in das Buch.
Eine zauberhafte Geschichte, die Lust auf mehr macht. Es bleibt auf jeden Fall offen, dass es eine Fortsetzung geben wird und ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf ein weiteres Abenteuer mit Merle und Lenni.

Fazit

Eine zauberhafte Geschichte der Spielzeuge. Hat mir total gefallen, vor allem die Illustrationen waren sehr niedlich.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 12. November 2019

Rezension zu "Gregs Tagebuch - Voll daneben"


Autor: Jeff Kinney
Verlag: Baumhaus
Verlagswebsite: Bastei Lübbe Verlag
Seitenzahl: 217
ISBN: 978-3-8339-0607-7
Preis: 14,99 Euro

Inhalt

Die Heffleys erben überraschend Geld und beschließen kurzerhand, ihr Haus zu renovieren: Aber wie sich herausstellt, ist das Leben auf einer Baustelle alles andere als einfach. Morsche Böden, giftiger Schimmel und fiese Tierchen gehören da noch zu den kleinsten Problemen. Als sich der Staub endlich legt, stehen die Heffleys vor der Frage: Können sie ihr Haus noch retten, oder müssen sie vielleicht sogar die Stadt verlassen?
Eins ist klar: Greg und seinem besten Freund Rupert stehen harte Zeiten bevor ...

Meine Meinung

Pünktlich im November ist der neue Greg endlich da!! Woho, auf Greg ist eben Verlass!
Ich bin schon ein Fan von den Büchern, als der erste Band damals erschienen ist, das war 2008 und ich war gerade mal 10 Jahre alt. So lange begleiten mich die Bücher schon und ich bin so glücklich, dass Greg zu meiner Kindheit gehört.
"Voll daneben" ist mittlerweile der 14. Band der Reihe und ich bin immer noch so begeistert davon.
In diesem Buch begleiten wir Greg und seine Familie bei dem Bau eines Anbaus. Aber die Heffleys wären nicht die Heffleys, wenn da nicht einiges schief gehen würde.
Mäuse und Schimmel sind da noch die kleinsten Probleme. Ich finde es einfach so toll, dass der Autor seinem Stil treu geblieben ist und mich als Erwachsene immer noch zum Lachen bringen kann. Greg ist ja ein kleiner Tollpatsch, was ja auch nichts neues ist. Aber er ist charmant tollpatschig und immer total witzig dabei. Das liebe ich auch so an den Büchern, dass sie es immer schaffen mit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Ich bin übrigens seit Band eins ein totaler Fan von Susan Heffley, Gregs Mom. Ich finde es jedes Mal zum schreien, wenn sie mit ihren Beziehungstipps kommt. Dieses Mal sind es die Bücher von Schnabeltier Schorsch, die es ihr angetan haben.
Aber auch die Zeichnungen, die dem Buch diesen Comic Touch verleihen, können mich immer noch begeistern.
Auf Gregs besten (aber auch wirklich allerbesten) Freund Rupert habe ich natürlich auch hin gefiebert. Er gehört einfach in jeden Greg Roman so wie Bücher ins Bücherregal. Rupert ist auch so ein Charakter, den man einfach knuddeln könnte.
Dieses Jahr ist ja auch Rupert Tagebuch erschienen, was ich auch sehr unterhaltsam fand. Die beiden sind einfach das Dream Team.
Die Geschichte an sich hat mir echt gefallen. Nicht nur der Anbau ist das größte Problem von Greg, sondern er macht sich auch wieder Gedanken um seine Zukunft, wenn er mal reich und berühmt ist.
Auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Buch, was mit den anderen Bänden der Reihe auf jeden Fall mithalten kann.
Die Geschichte hat definitiv einen Suchtfaktor, sodass ich das Buch verschlungen habe. Der Autor hat aber auch einen unverkennbaren Schreibstil. Sehr jugendlich und modern, also genau das, was die Kids heutzutage wollen.
Super Buch! Ich bin mal wieder begeistert!


Fazit

Richtig cooles und witziges Buch, was für Greg Fans ein echtes Muss ist. Ich habe mich total unterhalten gefühlt und würde es euch sofort empfehlen.
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht"


Autor: Jojo Moyes
Verlag: Wunderlich
Verlagswebsite: Rowohlt Verlag
Seitenzahl: 530
ISBN: 978-3-805-20029-5
Preis: 24,00 Euro

Inhalt

1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika: Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung

Als ich das Buch begonnen habe zu lesen, habe ich nicht geahnt, wie sehr es mich mitreißen wird. Jojo Moyes ist nicht umsonst meine Lieblingsautorin, aber mit diesem Buch hat sie sich echt selbst übertroffen.
Die Geschichte spielt um 1937 in den USA. Alice, die Protagonistin, ist Engländerin und kommt mit ihrem Mann nach Kentucky, wo sie sich den Frauen der Satteltaschen-Bibliothek anschließt.
Das Buch ist definitiv sehr aufrüttelnd, denn es zeigt, dass Frauen praktisch gar keine Rechte hatten und Menschen mit viel Geld sich Recht erkaufen können.
Alice`s Schwiegervater Mr. Van Cleve besitzt Minen, die sich rund um das kleine Dorf befinden, und dort läuft einiges nicht mit rechten Dingen.
Als sie sich mit Margery anfreundet, scheint sie eine Verbündete gefunden zu haben. Auch sie arbeitet bei der Satteltaschen-Bibliothek und gilt im Dorf aber vor allem bei Mr Van Cleve, als keinen guten Umgang.
Mich hat die Freundschaft der beiden einfach sehr berührt und es zeigt einfach, dass man nie auf Vorurteile der Leute hören sollte, sondern sich stets ein eigenes Bild machen sollte.
Der Schreibstil war, wie gewohnt grandios. Ich hatte teilweise das Gefühl ich bin selbst an den Geschehnissen dabei. Vor allem kannte ich einige Bücher, die die Frauen unter den Dorfbewohnern verteilt haben, was mich gleich noch etwas glücklicher gemacht hat.
Damals waren es raue Zeiten und die verarbeitet die Autorin auch sehr gut in ihrer Geschichte. Ich hab immer noch Gänsehaut, wenn ich nur dran denke.
Die Geschichte hat mich tief berührt und ich musste auch immer die Tempos griffbereit liegen haben. Diese Liebesgeschichte, welche und von wem, verrate ich natürlich nicht, war einfach nur super geschrieben und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.
530 Seiten sind ja schon eine stolze Seitenzahl, die man aber beim lesen überhaupt nicht merkt, die Seiten flogen nur so dahin.
Die Gefühle werden auf jeden Fall durchgerüttelt, denn ich musste manchmal lachen und weinen zur selben Zeit.
Das Buch und vor allem die Geschichte hat definitiv Potenzial ein Lieblingsbuch zu werden. Ich lese total gern Bücher über die diese Zeit und bin jedes Mal fasziniert, wie die Menschen gelebt haben. Vor allem dieses "Schichtsystem" hat mich erschrocken. Auch das wird in diesem Buch nochmal sehr gut thematisiert und das hat mir sehr gefallen. Die Autorin geht auf die kleinsten Details ein, ohne das es störend oder langweilig wirkt.
Das Ende hat mich nochmal gefühlstechnisch auf jeden Fall abgeholt. Ich kann nur sagen: "Wow!". Jojo Moyes hat es erneut geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ein sehr ausdrucksstarkes und bewegendes Buch!


Fazit

Ich bin total glücklich, dass ich das neue Buch von Jojo Moyes lesen durfte. Es war eine Geschichte, die mir definitiv unter die Haut gegangen ist und die mich noch im Nachhinein sehr lange nachdenken lassen hat.
Eine wundervolle Geschichte, bei der ich schon wieder ganz emotional werden könnte, wenn ich das hier schreibe!
5+ von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Das Weihnachtswunder von Hope Street"


Autor: Emma Heatherington
Verlag: Harper Collins
Verlagswebsite: Harper Collins Verlag
Seitenzahl: 350
ISBN: 978-3-95967-344-0
Preis: 10,99 Euro

Inhalt

Ruth Ryan scheint alles zu haben, was man sich wünschen kann: den perfekten Job, ein schönes Zuhause, Freunde. Doch gerade zu Weihnachten fühlt sich Ruth sich so alleine wie nie zuvor. Der Todestag ihres geliebten Vaters jährt sich zum ersten Mal, und am liebsten würde Ruth Weihnachten einfach ausfallen lassen.
Doch dann beschließt sie, ihr großes, leeres Haus mit neuem Leben zu füllen. Sie lädt Fremde ein - Einsame, Verlassene und Vergessene -, um das Fest der Liebe gemeinsam zu feiern. Für alle ist dieser Akt der nächsten Liebe ein Geschenk. Doch das größte Geschenk bekommt am Ende Ruth selbst.

Meine Meinung

Hach, ich bin jetzt schon langsam in Weihnachtsstimmung und habe mich demnach sehr auf das Buch gefreut. Schon das Cover strahlt für mich pure Christmas Vibes aus und es glitzert! Wenn man den Titel hört, denkt man irgendwie als erstes an eine Lovestory in einer verschneiten Kleinstadt, mit jeder Menge Herzschmerz. Doch ich wurde eines besseren belehrt, denn dieses Buch ist null kitschig, sondern wirklich sehr bewegend.
Es geht um Liebe, ja, aber nicht so klassisch, wie man das in den typischen Weihnachtsromanen so kennt. Es geht um Nächstenliebe und das hat mich wirklich sehr berührt.
Ruth ist eine tolle Protagonistin, die ich schon gleich am Anfang des Buches in mein Herz geschlossen habe. Sie wirkt nach außen hin perfekt und wird von einigen Menschen auch wie eine Art Star gefeiert, allerdings sieht es hinter der Fassade ganz anders aus. Ruth ist ein sehr sensibler und zerbrechlicher Mensch, was sie allerdings selbst gar nicht so wahrhaben möchte. Als sie an Weihnachten ein Diner für Leute organisiert, die das Fest der Liebe allein verbringen müssen, ist mir wirklich das Herz aufgegangen.
Es war einfach super schön zu lesen, wie sie mit dieser Aufgabe wächst und auch selbst zu sich selbst finden kann.
Der Schreibstil der Autorin war natürlich auch super. Sie hat die Geschichte sehr locker und leicht rübergebracht. Sie schreibt die Geschichte auch in der Ich-Perspektive aus Ruths Sicht, was sie für den Leser noch mehr nahbar macht.
Natürlich spielt auch Liebe an sich eine Rolle in dem Buch, denn auch Ruth wünscht sich einen Partner an ihrer Seite, dem sie bedingungslos vertrauen kann.
Ob sie ihren Mr. Right finden wird?
Die Geschichte baut natürlich auf diesem Weihnachtsessen auf und so sind die Kapitel immer in "Drei Tage vor Weihnachten" und so weiter unterteilt.
Also ich kann immer nur noch betonen, wie gut mir das Buch gefallen hat. Die Charaktere sind gut gewählt und auch die "Probleme" der Figuren sind realistisch und wirken nicht ausgedacht.
Das Buch wird teilweise auch mal traurig, was mich echt mitgenommen hat, da ich immer mit einer "rosaroten Blase" gerechnet habe. Aber die Autorin hat versucht, die ganze Geschichte an das Leben anzupassen und das ist halt nicht immer wie ein Bilderbuch.
Das Ende hat mich dann nochmal ganz sentimental werden lassen und es war einfach ein schöner Moment, dass man das Buch mit einem guten Gefühl zuklappen konnte.
Lest das Buch auf jeden Fall, es ist zauberhaft!


Fazit

Eine tolle Geschichte, über Nächstenliebe und die Magie an Weihnachten. Ganz toll geschrieben und vor allem realitätsnah.
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Harper Collins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 9. November 2019

Rezension zu "Ein zauberhafter Winter"


Autor: Clara Christensen
Verlag: blanvalet
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 379
ISBN: 978-3-7341-0664-4
Preis: 9,99 Euro

Inhalt

Dänemark im November. Nicht unbedingt die beste Reisezeit. Egal, denkt sich Londonerin Bo, zu Hause läuft es ja gerade auch nicht rund: Job weg, Freund weg. Es kann also nur besser werden!
Kurzentschlossen packt sie ihre Sachen und fliegt für ein paar Wochen an die dänische Küste. Dort trifft sie auf den charmanten Koch Emil, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und der ihr das dänische Kochrezept von "Hygge" näherbringt.
Gemeinsam kochen, sich Zeit füreinander und sich selbst nehmen - einfach mal endschleunigen. Davon inspiriert, will Bo endlich ihren großen Traum verwirklichen und einen Foodtruck eröffnen. Doch dazu müsste sie wieder nach London - und was wird dann aus ihrer Liebe zu Emil?

Meine Meinung

Jetzt ist genau die richtige Zeit um so ein Buch zu lesen. Ich habe mich total gefreut, mit der Protagonistin Bo nach Dänemark zu reisen um die Weihnachtszeit schon etwas bei mir einleiten zu lassen.
Die Geschichte beginnt in London, wo Bo zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Kirsten lebt. Als sie ihren Job verliert bricht sie nach Dänemark auf um dort ein paar ruhige Tage zu verbringen.
So richtig glücklich ist unsere Bo nämlich nicht mit ihrem alten Leben und sie beschließt, dass sich etwas ändern muss.
Da kommt doch die Auszeit nach Dänemark wie gerufen, oder? Als sie auf Emil trifft, der mit ihr im gleichen Haus in der idyllischen kleinen Stadt lebt, scheint der Urlaub nur noch besser zu werden. Die beiden kochen zusammen, spazieren und führen gute Gespräche. Emil bringt ihr auch das dänische Prinzip von Hygge bei, dabei geht es die Zeit zu genießen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Den Schreibstil kann ich euch definitiv empfehlen, da sich die Geschichte wirklich ganz leicht lesen ließ. Und wenn man einmal in diesen Leseflow gekommen ist, kann man das Buch auch nur schwer weglegen.
Für mich hat das Buch eine unglaublich gemütliche und besinnliche Atmosphäre ausgestrahlt, die sich auf mich als Leser auch gleich übertragen hat.
Auch die Nebencharaktere, wie Florence und Simon, die mit Bo ebenfalls im selben Haus in Dänemark leben, haben mir auch total gefallen.
Das einzige was mich etwas irritiert hat, war Bo`s Affäre mit ihrem Kollegen Ben. Das Ganze war total chaotisch und ein total Wirrwarr. Und so ging auch etwas die eigentlich Lovestory mit Emil etwas unter.
Ben, als Charakter fand ich noch nicht mal schlimm, im Gegenteil. Man merkte beim lesen, dass er schon Gefühle für Bo hat aber anscheinend ein Bindungsproblem hat.
Das Cover finde ich übrigens auch zauberhaft. Das macht gleich total Lust auf Weihnachten und Schnee.
Das Buch ist auch in drei Teile aufgeteilt. Einmal in London und Dänemark und am Ende nochmal London. Da hat man als Leser etwas Orientierung, wo man sich denn gerade befindet.
Das Ende hat mir auf jeden Fall gefallen und auch etwas überraschend. Ich denke, wer eine schöne vorweihnachtliche Geschichte sucht, ist hier genau richtig.


Fazit

Total niedliches, oder wie die Protagonistin Bo es nennen würde "hyggeliges" Buch. Es hat mir total gefallen mit Bo nach Dänemark zu reisen.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den blanvalet Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 6. November 2019

Rezension zu "Das Institut"


Autor: Stephen King
Verlag: Heyne
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 768
ISBN: 978-3-453-27237-8
Preis: 26,00 Euro

Inhalt

Der Spielplatz war von einem mindestens drei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben. An zwei Ecken sah Luke Kameras. Sie waren so verstaubt, dass sie wahrscheinlich lange nicht geeinigt wurden.
Hinter dem Zaun war nichts als Wald, meistens Tannen ... Was immer das Institut darstellte, es stand also inmitten eines alten Waldes, inmitten von nirgendwo.
Was den Spielplatz anging, war Lukes erster Gedanke: Wenn es einen Gefängnishof für Kinder im Alter von sechs bis sechzehn gäbe, dann sähe der exakt so aus.
Das Mädchen - Iris - hüpfte auf dem Transport,polin und winkte den beiden zu ... "Sha! Wen hast du denn da mitgebracht?" "Das ist Luke Ellis", sagte Kalisha. "Heute morgen frisch eingetroffen."

Meine Meinung

Was für ein Buch wieder! Stephen King ist wirklich ein Autor der es mit jedem Buch schafft abzuliefern. "Das Institut" hat mich vom Klappentext und auch vom Cover her total angesprochen.
Und auch als ich bekommen habe zu lesen, ist mir natürlich wieder der spezielle Schreibstil von King aufgefallen. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber es schafft es immer wieder mich in seinen Bann zu ziehen, obwohl Horror ja so gar nicht mein Genre ist.
In diesem Buch geht es um Luke, der plötzlich in einem Institut aufwacht. Das ganze Szenario hat mich etwas an "Stranger Things" erinnert. Dieses Institut liegt sehr abgelegen und versteckt, mitten im Wald.
In diesem Institut werden Experimente an Kindern durchgeführt. Schon allein die Vorstellung fand ich extrem grausam. Umso mehr konnte ich aber die Wahl des Covermotives verstehen, da dies einen Kinderkopf zeigt.
Anfangs lernt man allerdings nicht den Protagonisten Luke kennen, sondern Tim einen Ex-Polizisten. 
Als es dann später zu Luke wechselte, musste ich mich erstmal mit ihm "anfreunden". Er kam mir beim lesen sehr hektisch vor und ich musste mich erstmal damit zurechtfinden.
Das Institut ist natürlich super schräg und crazy und keiner weiß so richtig, was genau da eigentlich läuft. Wer schon Bücher von King kennt, weiß, er löst so schnell auch nichts auf. Umso mehr tappte man als Leser im Dunkeln und war irgendwann an dem Punkt, an dem man selbst die wüsten Vermutungen aufstellt. Die waren am Ende zwar falsch, aber das wundert mich bei dem Autoren schon nicht mehr.
Es wird auf jeden Fall wieder extrem spannend und ich habe so mitgelitten und mitgefiebert mit den Kindern. Es wird auf jeden Fall wieder sehr grausam und brutal, aber dafür ist der Autor ja auch bekannt. Ich hatte dennoch manchmal eine Gänsehaut, da mir die Vorstellung von solchen Experimenten schon so real vorgekommen ist.
Das Ende kam für mich sehr plötzlich, genauso wie die Auflösung, was allerdings nicht schlimm war, da man als Leser automatisch drauf hinfiebert.
Das Buch an sich hat sich an manchen Stellen etwas gezogen. Stephen King hat eine Vorliebe für Details und die bekommt man auch in diesem Band zu spüren.
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Einzelband, obwohl ich immer das Gefühl hatte beim lesen, es gibt eine Verbindung zu anderen Romanen von ihm.


Fazit

Wieder ein King, den es sich zu lesen lohnt. Brutal, verstörend und grausam. Aber auch wieder total spannend und mitreißend. Der Autor macht einfach alles richtig!
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 4. November 2019

Rezension zu "Der Zuckerzangen-Zahnarzt"


Autor: David O´Connell
Verlag: Planet!
Verlagswebsite: Thienemann Esslinger
Seitenzahl: 265
ISBN: 978-3-522-50626-7
Preis: 13,00 Euro

Inhalt

Ein süßer Sommer mit Freunden, Picknicks und jeder Menge Karamellbonbons? Fehlanzeige!
Denn der älteste Baum von Dudelfort und Quelle aller Magie ist am Sterben. Nur Archie, der Erbe der bekanntesten Süßwarenfabrik der Welt, und seine Freunde können ihn retten!
Sie müssen ein mächtiges Juwel finden und zum Baum zurückbringen, bevor alle Magie aus ihm entschwindet.
Doch überall lauern Feinde - vor allem ein ziemlich Furcht einflößender Zahnarzt, ausgestattet mit Harmlos-Happen, die alles andere als harmlos sind. Vorbei ist es mit Archies Erdbeer-Marshmallow-Traum, vielmehr schmeckt der Sommer plötzlich nach supersaurer Zitronenbrause ...

Meine Meinung

Ein neues Abenteuer mit Archie und seinen Freunden beginnt! Ich fand ja schon den ersten Band "Das Karamell Komplott" richtig gut und habe mich demnach auch sehr auf die Fortsetzung gefreut.
Es hat mich wieder total an "Charlie und die Schokoladenfabrik" erinnert und ich liebe die Geschichte einfach.
Natürlich spielt auch die Süßwarenfabrik von Archie eine große Rolle in dem Buch. Doch diesmal wird diese von einem fiesen Zahnarzt bedroht, der nämlich so gar nicht für Schokolade und Co zu haben ist.
In Dudelfort soll bald die "Lange Nacht" stattfinden, eine Art Feiertag, bei dem es auf jeden Fall einige Süßigkeiten geben soll. Allerdings sieht das der gefürchtete Zahnarzt etwas anders ...
Auf jeden Fall entführt der Autor und hier wieder in eine Welt voller Magie, wir treffen auf Honigdrachen und mysteriösen grünen Männchen.
Aber auch Archies Freunde sind wieder mit von der Partie und erleben mit ihm ein super spannendes Abenteuer.
Denn spannend wird es definitiv. Der Autor schafft es den Spannungsbogen von der ersten Seite an aufzubauen und diesen dann mit einem großen Boom platzen zu lassen.
Auch Archies Tante Frau Pirogg-Pimpinell ist Teil dieser fabelhaften Geschichte und sie ist eigentlich der perfekte Bösewicht, obwohl auch sie in dieser Geschichte für eine Überraschung gut ist.
Der Schreibstil des Autoren hat mir ganz gut gefallen. Es blieb konstant spannend und ich hatte nie das Gefühl das es zu langatmig oder gar langweilig wird.
Unterstützt wird die Geschichte noch mit einzelnen Illustrationen, die in schwarz-weiß gehalten sind, mir aber mega gut gefallen haben.
Der Lauf der Geschichte fand ich auf jeden Fall auch gut. Man hat mehr von den Geheimnissen der Süßwarenfabrik erfahren und auch etwas über Archies Vergangenheit.
Es passieren einige unerwartete Dinge, mit der man als Leser überhaupt nicht rechnet, und das finde ich, gerade für Kinder ein super Leseabenteuer.
Ich bin gespannt ob es jetzt auch noch einen dritten Band geben wird, freuen würde ich mich auf jeden Fall, da mir Archies Abenteuer immer wieder gefallen.


Fazit

Ein spannendes und mitreißendes Buch, das etwas an "Willy Wonkas Schokoladenfabrik" erinnert. Richtig gut geschrieben und sehr schön illustriert.
4,5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Thienemann Esslinger Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.