Freitag, 27. März 2020

Rezension zu "The Doll Factory"


Autor: Elizabeth Macneal
Verlag: Eichborn
Verlagswebsite: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 410
ISBN: 978-3-8479-0043-6
Preis: 22,00 Euro


Inhalt

London, 1850. Iris schuftet unter harten Bedingungen in einer Puppenmanufaktur, doch heimlich malt sie Bilder und träumt von einem Dasein als Künstlerin. Als sie für den Maler Louis Frost Modell stehen soll und von ihm unterrichtet wird, eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt: Künstlerische Meisterschaft, persönliche Entfaltung und die Liebe zu Louis stellen ihr Leben auf den Kopf.
Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der einen ganz eigenen dunklen Plan verfolgt.


Meine Meinung

Dieses Buch klang für mich nach einem sehr düsteren historischen Roman. Ich habe mich wirklich auf die Geschichte gefreut.
Als ich begonnen habe zu lesen, musste ich erstmal mit den ganzen Charakteren klarkommen, da man zu Beginn etwas mit Namen und Orten überschüttet wird. Zudem wechselt man pro Kapitel immer mal die Perspektiven der Figuren, was mich etwas verwirrt hat.
Dennoch hat mir das Setting von einem düstern London total gefallen. Ich mochte es, wie die Autorin die einzelnen Handlungsorte beschrieben hat. Gerade die Szenen in dem Puppenladen und in Silas` Laden kamen mir sehr beängstigend und düster rüber.
Die Protagonistin Iris mochte ich eigentlich ganz gern, da man merkt, was für ein herzensguter Mensch sie ist. Dennoch muss sie ihre Träume immer hinten anstellen, da das Wohl der Andern ihr viel wichtiger ist. Als sie die Chance bekommt, Modell für einen Maler zu stehen, merkt man richtig, wie sie in ihrem Wesen aufblüht und das das genau ihr Ding ist.
Aber ich konnte auch sofort den kleinen Jungen Albie ins Herz schließen, der alles getan hat um endlich neue Zähne zu bekommen.
Mich hat die Geschichte manchmal etwas verwirrt, da man durch die wechselnden Perspektiven nie so richtig in die Geschichte finden konnte. Zudem kam auch noch das die Kapitel sehr kurz waren, was ich allerdings nicht als störend empfunden habe.
Neben den einzelnen Kapitel gab es auch Kapitel, in denen nur Briefe standen. Das fand ich eine gelungene Abwechslung zur Geschichte.
Ansonsten spielt noch der andere Protagonist Silas eine Rolle, zu dem ich aber überhaupt keine Bindung aufbauen konnte. Im Gegenteil mich hat die Figur unglaublich angeekelt.
Er hat einen Laden, wo er ausgestopfte Tiere verkauft und diese auch selbst ausnimmt und wieder zunäht. Dazu kommt das er einen unglaublich komischen Charakter hat, sodass er beim Lesen wie ein Irrer rüberkam.
Den Verlauf der Geschichte war ganz gut, wobei sich die Geschichte teilweise etwas gezogen hat.
Gerade zum Ende hin wurde die Geschichte nochmal richtig krass und ich habe förmlich mit gezittert und um die Charaktere gebangt.
Ein historischer Roman, der sich anders entwickelt als man denkt. Teilweise etwas langatmige Szenen aber im Großen und Ganzen eine wirklich spannende Geschichte.
Gerade das Ende endet etwas abrupt, sodass ich mich mehrfach vergewissern musste, ob ich wirklich schon beim Ende war. Hier hätte ich mir am Ende etwas mehr Erklärung gewünscht.



Fazit

Ein im Großen und Ganzen schöner historischer Roman, bei anfangs etwas verwirrt und zum Ende hin echt krass wird.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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