Mittwoch, 12. September 2018

Rezension zu "Shinrin Yoku - Waldbaden"


Autor: Annette Lavrijsen
Verlag: Bastei Lübbe
Verlagswebsite: Bastei Lübbe Verlag
Seitenzahl: 235
ISBN: 978-3-7857-2635-8
Preis: 16,00 Euro


Inhalt

In Japan ist Shinrin Yoku, das Baden in der Waldluft, bereits anerkannte Therapie gegen körperliche und psychische Leiden - und die Wissenschaft bestätigt ihre Wirksamkeit.
Zu Shinrin Yoku gehört aber auch, sich emotional auf den Wald einzulassen, denn wir können von der Natur viel lernen, etwa über unseren Hang zu Perfektion und Schönheit, das Wertschätzen der Gegenwart oder unseren Umgang mit Vergänglichkeit. Annette Lavrijsen bringt uns mit leichter Hand wissenschaftliche und philosophische Hintergründe von Shinrin Yoku nahe und schlägt eine Brücke zwischen europäische Waldliebe und japanischer Kultur.


Meine Meinung

Das war für mich das erste Mal, das ich mich an ein Fach bzw. Sachbuch getraut habe. Von Shinrin Yoku bzw. Waldbaden hab ich in der Form noch nichts gehört und war dementsprechend sehr interessiert daran.
In diesem Buch erfährt man allerlei über den Wald und welchen Einfluss er auf unseren Körper hat. Mit vielen Tipps und Tricks bringt die Autorin Entspannungstechniken und auch Yogaübungen sehr gut rüber.
Das Buch wird in einzelne Teile (die Elemente) unterteilt und zu jedem Element (Feuer, Wasser, Erde und Wind bzw. Leere) erfährt man Wissenswertes.
Ich persönlich fand gut, dass sie ihre persönlichen Eindrücke mit eingebracht hat und beschreibt, wie sie selbst zu Shinrin Yoku gekommen ist.
Außerdem zitiert sie einige andere bekannte Autoren, wie Peter Wohlleben, die auch Bücher über den Wald geschrieben haben.
Ich persönlich fand sehr interessant wie sich Ying und Yang in der Natur zeigen bzw. was dieses Zeichen mit dem Wald gemeinsam hat.
Einige Sachen waren natürlich sehr esoterisch und für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Beispielsweise wird beschrieben, dass man einen Baum umarmen sollte um seine Energie zu spüren. Ich glaube, da muss man sich wirklich 100 % darauf einlassen um so etwas zu spüren.
Ich mag es beispielsweise im Herbst durch den Wald zu gehen und durch das Laub zu rascheln, sowas entspannt mich. Aber jetzt Stunden im Wald zu verbringen bzw. wie beschrieben im Wald zu übernachten, wäre eher nichts für mich. Also wenn man das Buch lesen möchte, sollte euch klar sein, das dies kein Roman ist sondern wirklich ein Sachbuch, welches Fakten bringt.
Die Autorin geht auch speziell auf die Elemente ein, und welche Wirkungen diese auf unseren Körper und unsere Seele haben.
Sie beschreibt außerdem, dass wir Menschen immer mehr für unsern Job leben und uns immer mehr Stress machen und somit keinen Blick mehr für Entspannung haben. Ich finde, damit hat sie gar nicht mal so Unrecht.
Ich habe mir auf jeden Fall aus dem Buch ein paar Inspirationen genommen, die ich auch in meinem Alltag anwenden möchte.
Ich denk mal so zelebrieren wie die Japaner werde ich Shinrin Yoku nicht, aber ich finde es eine sehr schöne und auch hilfreiche Kultur, die vor allem verbindet.



Fazit

Sehr interessantes Buch, welches mir an einigen Stellen aber doch ein wenig zu esoterisch war.
Dennoch habe ich mich für 3 von 5 Sterne entschieden!

Vielen lieben Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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