Donnerstag, 10. Januar 2019

Rezension zu "Frau Wolle und der Duft von Schokolade"


Autor: Jutta Richter
Verlag: Hanser
Verlagswebsite: Carl Hanser Verlag
Seitenzahl: 141
ISBN: 978-3-446-26052-8
Preis: 13,00 Euro

Inhalt

Weil Mama Spätschicht hat und Papa weit weg ist, haben Merle und Moritz eine Nachtfrau. Sie heißt Gesine Wolkenstein, hat schmale Lippen und unheimliche Augen und man munkelt, dass sie Kinder verschwinden lässt.
Ausgerechnet sie soll über den Schlaf der Kinder wachen! Doch Merle und Moritz schlafen nicht. Sie betreten das Reich hinter der schwarzen Tür, von dem Papa früher erzählt hat.
Dort wohnen Spitzzahntrolle, die nur in Reimen reden, und der wachsame Waisenfuchs Silberträne.
Da gibt es das Zimmer der verlorenen Lieblinge und den Saal der Bonabären, und wenn es im Weltempfänger rauscht, können Merle und Moritz Papas Stimme hören. Und das tröstet ungemein.

Meine Meinung

Schokoladen Fans aufgepasst. In dieser Geschichte erwartet euch allerhand Abenteuer, Magie und Spannung.
Wir begleiten unsere zwei Protagonisten Merle (sehr schöne Name, finde ich) und Moritz durch "die schwarze Tür".
Das Buch hat mich vom Titel her schon angesprochen und natürlich konnte mich auch der Klappentext sofort mitreißen. Das Buch ist auch noch mit Illustrationen ausgestattet, die der Fantasie ein wenig auf die Sprünge helfen. Ich sag mal so, mit dem Namen "Spitzzahntrolle" konnte ich mir kein wirkliches Bild machen, aber mit den Bildern ging das auf jeden Fall einfacher und besser.
Als die zwei Geschwister ihre neue Babysitterin Frau Wolkenstein kennen lernen, merkt man richtig wie viel Respekt die Kinder vor ihr haben. Ich muss sagen, auch mir kam sie ein wenig mysteriös vor.
Als die zwei Kinder in die Fantasie Welt eintauchen, erleben sie ein turbulentes Abenteuer, voller Gefahren, natürlich spielt Schokolade da auch keine kleine Rolle.
Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, gerade auch, weil ich das Buch von Hans Fallada ("Geschichten aus der Murkelei") schon kenne, an das das Buch ein wenig anknüpft.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin auch ganz gern. Sie hat so eine Art, die den Leser sofort in seinen Bann zieht. Umso überraschter war ich, als ich auch schon am Ende war und die Geschichte eine Fortsetzung verspricht.
Dennoch hat mir das Abenteuer mit Merle und Moritz echt gut gefallen. Es war spannend, magisch und wurde nie langweilig. Deswegen denke ich, dass auch Kinder total auf die Geschichte stehen werden.
Gerade auch durch diese mysteriöse Stimmung, die das Buch vermittelt, kommt man richtig in einen Lesefluss und die Seiten fliegen nur so dahin. Einige Szenen, könnte ich mir vorstellen, werden die Kinder ein wenig gruseln. Aber dadurch das es in einer Art "Märchen" erzählt wird, werden die Kinder es lieben.
Ich freue mich jetzt schon wie verrückt auf die Fortsetzung und hoffe das meine Fragen dann im nächsten Teil noch beantwortet werden können. Was hat es mit Frau Wolkenstein auf sich? Und wie geht es in der Murkelei weiter?
Lasst euch in ein spannendes Abenteuer entführen, und entdeckt zusammen mit den zwei Kindern die Geheimnisse der Murkelei. Und psst, nehmt euch vor den Spitzzahntrollen in Acht!


Fazit

Ein tolles Kinderbuch, das mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Märchenhaft, mitreißend und geheimnisvoll, ein wunderschönes Abenteuer für Groß und Klein.
4,5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Carl Hanser Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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