Donnerstag, 29. August 2019

Rezension zu "Dear Evan Hansen"


Autor: Van Emmich
Verlag: cbj
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 405
ISBN: 978-3-570-16565-2
Preis: 18,00 Euro

Inhalt

Nobodys Deserves to be Forgotten
Ein nie für die Augen anderer bestimmter Brief lässt Evan Hansen als engsten Freund eines toten Mitschülers erscheinen. Dem einsamen Evan eröffnet sich durch dieses Missverständnis die Chance seines Lebens: endlich dazuzugehören.
Evan weiß natürlich, dass er falsch handelt, doch nun hat er plötzlich eine Aufgabe: Connors Andenken wahren und den Hintergründen seines Todes nachspüren. Alles, was er tun muss, ist weiter vorzugeben, Connor Murphy habe sich vor seinem Selbstmord allein ihm anvertraut.
Plötzlich findet sich der unsicht- und unscheinbare Evan im Zentrum der Aufmerksamkeit. Sogar der des Mädchens seiner Träume - Connors Schwester.

Meine Meinung

Bei diesem Buch fällt es mir irgendwie schwer einen Anfang zu finden. Es hat mich umgehauen!
Das Buch ist eine Geschichte über einen Jungen, der sich praktisch nichts sehnlicher wünscht als dazuzugehören. Er geht regelmäßig zum Therapeuten und schreibt sich selbst Briefe. Einer davon wird ihm zum Verhängnis.
Aber wie er diese Briefe schreibt, hat mir echt das Herz zerrissen. Er steckt so viel Verletzlichkeit und Schmerz in seine Worte, die einen sofort unter die Haut gehen.
Als er dann diese mega Aufgabe bekommt und die Chance hat sich zu beweisen, blüht er regelrecht auf. Es war wirklich so schön, diese Entwicklung von ihm zu lesen und mit ihm mitzufiebern.
Ich meine klar, es ist nie schön wenn jemand Selbstmord begeht und dieser dann ausgeschlachtet wird, aber Evan hat es geschafft ein Denkmal für Connor zu errichten.
Als ich das Buch gelesen habe, musste ich immer eine Packung Taschentücher parat liegen haben, da ich immer und immer wieder von diesen Worten berührt wurde.
Gerade die Kapitel, in denen Connor selbst zu Wort kommt und die Geschehnisse als "Geist" wahrnimmt haben geholfen nochmal jeweils Einsicht in die einzelnen Charaktere zu bekommen und vielleicht auch zu verstehen, warum Evan so handelt.
Man merkt selbst beim Lesen, dass die Situation Evan schon zusetzt, er aber gleichermaßen auch wohl fühlt diese Aufmerksamkeit und vor allem den Respekt seiner Mitschüler zu bekommen. Das Schlimme ist ja eigentlich, dass sowas in unserer heutigen Gesellschaft auch passieren kann. Das Mobbing und Ausgrenzung so schlimm werden, dass man keinen Ausweg mehr sieht und die Reißleine zeiht. Wenn ich gerade diese Zeilen schreibe, fühle ich mich direkt wieder in das Buch hineinversetzt und könnte schon wieder anfangen zu weinen. Dieses Buch hat mich so sehr mitgerissen und berührt.
Ich finde die Botschaft des Buches auch so schön: "Egal wie dunkel der Weg auch scheinen mag, am Ende ist immer ein Licht".
Man sollte zu seinen Fehlern stehen und das tut Evan in diesem Fall.
Als ich gesehen habe, dass es auch ein Musical gibt, war ich ja hellauf begeistert! Ich höre die Songs jetzt schon tagtäglich hoch und runter und bin einfach nur in love!
Hach, ich dieses Buch ist einfach wunderschön und ich könnte es wirklich jedem ans Herz legen! "You will be found!"


Fazit

Dear Evan Hansen ist ein wundervolles Buch, welches mich wirklich tief berührt hat. Unglaublich toll!
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Chilling Adventures of Sabrina - Hexenzeit"


Autor: Sarah Rees Brennan
Verlag: Heyne fliegt
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 317
ISBN: 978-3-453-27254-5
Preis: 12,00 Euro

Inhalt

Nur noch ein einziger Sommer trennt Sabrina von ihrem 16. Geburtstag. Dann wird sie in den ebenso geheimen wie dunklen Hexenzirkel der Stadt aufgenommen und muss ihr gesamtes bisheriges Leben aufgeben: ihre Schule, ihre Freundinnen Roz und Susie und vor allem ihren Freund Harvey.
In ihn ist Sabrina schon ewig verliebt. Und er auch in sie, oder?
Um sich seiner Gefühle sicher zu sein, beschließt Sabrina, einen Zauber bei Harvey anzuwenden. Etwas, das ihre Tanten Hilda und Zelda, ebenfalls Hexen, strengstens verboten haben. Nicht ohne Grund, denn plötzlich ist mehr als nur ein Leben in Gefahr ...

Meine Meinung

Yes! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Ich habe vorher schon die gleichnamige Serie auf Netflix geschaut und war hellauf begeistert.
Das Buch beschriebt sozusagen Sabrina`s Geschichte bevor die Serie startet. Der Autorin ist es wirklich gut gelungen die mysteriöse Stimmung, die schon die Serie übermittelt wird, rüberzubringen.
Mir hat total gefallen, dass so gut wie alle Charaktere der ersten Staffel auch einen Platz in der Vorgeschichte bekommen haben.
So begegnen wir den drei unheimlichen Schwestern oder blicken in Harvey`s Leben.
Die Kapitel sind auch immer anders gestaltet. Auf den weißen Seiten, erlebt man die Geschichte aus Sabrinas Sicht. Auf den schwarzen Seiten, was ich übrigens eine sehr coole Idee finde, die sich "Was im Dunkeln geschieht" nennen, blickt man immer in das Leben eines anderen Nebencharakters. Beispielsweise wie sich Sabrina`s Cousin in seinem "Gefängnis" fühlt.
Und was wäre ein Sabrina Buch ohne Magie? Richtig, da würde irgendwas nicht stimmen. Denn Sabrina wünscht sich ja nichts sehnlicher als eine richtige Hexe zu werden, natürlich bis auf Harvey`s unendliche Liebe zu ihr.
Ich finde es gut, das das Buch relativ nahe an die Serie anknüpft, sodass man praktisch gleich mit der Serie starten könnte, wenn man das Buch durch hat.
Ich muss wirklich sagen, ich fand das Buch nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich. Sabrina schließt man sofort ins Herz irgendwie, mit ihrer niedlichen Art und natürlich nicht zu vergessen ihren Haarreifen.
Ich finde ja auch Sabrina`s Tanten total klasse. Hilda liest unglaublich gern Liebesschnulzen und bringe ihre Schwester Zelda schon gern mal auf die Palme. So kann es auch passieren, dass Zelda ihre Schwester kurzerhand umbringt und diese nach ein paar Stunden auf dem Friedhof wieder erwacht. Zelda ist eher die strengere der Tanten, obwohl ich glaube das sie wirklich einen weichen Kern hat.
Man erfährt auch nochmal wie Sabrina überhaupt zu ihren Tanten gekommen ist und dasselbe erfährt man auch über Ambrose (ihren Cousin). Ich fand wirklich so schön, wie sich Hilda und Zelda für die zwei aufgeopfert haben.
Natürlich steht auch im Mittelpunkt Sabrina`s Taufe, wo sie im Kreise des Hexenzirkels aufgenommen werden soll. Umso mehr will sie ihre Zeit natürlich als "Sterbliche" genießen.
Für Fans der Serie ist es auf jeden Fall genau das richtige Buch. Vor allem, wenn ihr wie ich, nicht genug von der Serie bekommen könnt und euch in ein weiteres Abenteuer mit Sabrina stürzen wollt.


Fazit

Es wird mystisch und magisch in Greendale. Die Vorgeschichte von Sabrina hat mir echt gut gefallen!
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Heyne fliegt Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 26. August 2019

Rezension zu "Alles okay"


Autor: Nina LaCour
Verlag: Hanser
Verlagswebsite: Carl Hanser Verlag
Seitenzahl: 201
ISBN: 978-3-446-26435-9
Preis: 16,00 Euro

Inhalt

Du gehst durch das Leben und denkst, du bräuchtest so viele Dinge. Deine Lieblingsjeans und deinen Lieblingspullover. Deine Patchworkdecke mit den weißen und schwarzen Rauten. Deine Glitzerohrringe, den Traumfänger über dem Bett. Du denkst, dass du all diese Dinge brauchst.
Und dann gehst du weg - mit deinem Handy, deinem Portemonnaie und einem Foto deiner Mutter.

Meine Meinung

Dieses Buch hat mich wirklich noch lange zum Nachdenken gebracht. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sehr berührt und ich konnte es gar nicht abwarten zu lesen.
Vorweg kann ich euch sagen, die Geschichte ist sehr melancholisch gestimmt. Das Buch geht extrem unter die Haut und ich glaube, da bleibt kein Auge trocken.
Wir begleiten die Protagonistin Marin, welche schon viele schlimme Sachen in ihrem Leben durchmachen musste. Als ihr geliebter und vor allem einziger Verwandte, ihr Großvater stirbt, bricht Marins Welt in tausend Stücke.
Man leidet als Leser unglaublich mit ihr mit. Die Autorin hat es geschafft mit ihren Worten und ihrer Poesie mich zu bewegen. Ich muss gestehen, ich fand den Schreibstil anfangs nicht allzu einfach. Ich musste mich erstmal dran gewöhnen, aber dennoch hat er mir gefallen.
Die Geschichte ist unglaublich authentisch und könnte auch auf einer wahren Begebenheit beruhen. Dadurch, das das Buch nicht allzu lang ist, bekommt man auch nicht so wirklich einen Einblick auf die Nebencharaktere. Außer Marins beste Freundin Mabel, die nicht locker lässt und Marin unbedingt unterstützen möchte.
Mir hat sehr gut gefallen, dass man auch einen Einblick in Marins Vergangenheit bekommen hat und auch gesehen hat, dass sie schon immer ihr eigenes Päckchen mit sich zu tragen hat.
Ich will euch gar nicht so viel vom Inhalt verraten, was bei dem Buch wirklich schwer ist. Es ist nicht wirklich ein typisches Jugendbuch, sondern eher ein Buch das sich sehr viel mit Einsamkeit beschäftigt und kein Spannungsknaller ist.
Das Setting des Buches bzw. die Atmosphäre in der die Geschichte spielt hat mir so gut gefallen. Ein verschneites College und dazu diese melancholische Stimmung. Wow!
Dennoch gab es auch einige Faktoren, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Beispielsweise Marins Verhalten teilweise. Ich meine klar, sie scheint depressiv zu sein aber möchte nicht wirklich Hilfe annehmen.
Auch waren es zum Ende hin zu viele Themen die aufgegriffen wurden, wie die Trauerbewältigung, Freundschaft und Marins Sexualität, was etwas untergegangen ist.
Dennoch hat mir das Buch gefallen, dass es etwas Eigenes hatte, was es besonders gemacht hat.
Abschließend kann ich sagen, es lohnt sich wirklich, obwohl man sich klar sein muss, dass dies kein Action Buch oder sonnigstes ist.


Fazit

Ein wirklich bewegendes und berührendes Buch, welches mir unter die Haut ging. Ein Buch über Trauer, Freundschaft und Einsamkeit.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Hanser Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 16. August 2019

Rezension zu "Das Brauhaus an der Isar"


Autor: Julia Freidank
Verlag: Rowohlt
Verlagswebsite: Rowohlt Verlag
Seitenzahl: 438
ISBN: 978-3-499-17673-6
Preis: 14,99 Euro

Inhalt

Bayern, 1897. Antonia Pacher verlässt den verarmten Hof ihrer Familie, um in München Geld zu verdienen - und entdeckt die schillernde Welt der Schwabinger Boheme. Als die junge Frau schließlich Arbeit in einer Brauerei erhält, muss sie von Anfang an um ihren Platz im Unternehmen kämpfen.
Denn unter den Angestellten - Schankmädchen, Brauburschen und Brauknechten - findet Antonia nicht nur Freunde, sondern auch Gegner, die ihr bei jeder Gelegenheit Steine in den Weg legen.
Dass es zwischen ihr und dem Erben der Brauerei, einem unberechenbaren Melchior Bruckner, gewaltig knistert, macht das Ganze nicht eben leichter. Melchiors ehrgeizige Mutter Franziska kämpft ebenfalls. Sie will endlich den großen Erfolg und auf dem Oktoberfest ausschenken. Doch auch sie hat Feinde, konkurrierende Bierbrauer, die bereits eine vernichtende Intrige in Gang gesetzt haben ...

Meine Meinung

Nachdem ich jetzt eine historische Serien gesehen habe bin ich etwas auf den Geschmack gekommen. Und da hat mich dieses Buch hier ganz besonders angelacht.
Das Ganze spielt im Ende des 19. Jahrhunderts in München. Antonia, die Protagonistin, wächst in einer armen Familie auf und wagt eines Tages den Sprung und reist in die Großstadt. Insgesamt hat mich die Thematik sehr angesprochen und mich hat es interessiert, wie Bier damals hergestellt wurde.
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich wirklich locker und leicht lesen ließ, allerdings für die damalige Zeit doch sehr modern. Etwas gewöhnen musste ich mich auch an den teilweise gesprochenen bayrischen Dialekt. Es war eine coole Idee, allerdings war mir das persönlich schon zu viel. Ihr ist auch die Mischung zwischen Liebe, Intrigen und Spannung sehr gut gelungen.
Anfangs wird man natürlich erstmal zugeschüttet mit Namen und Jahreszahlen, die ich erst nicht so richtig einordnen konnte. Am Ende des Buches findet man allerdings ein Glossar, welches zur Orientierung der Figuren dient.
Antonia als Hauptfigur hat mir wirklich gut gefallen und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie macht auch eine unglaubliche Wandlung im Laufe des Buches durch. Sozusagen vom Entlein zum Schwan. Anfangs ist sie eher schüchtern und traut sich vieles nicht zu. Allerdings merkt sie schnell, dass man so nicht weit kommt in der großen Stadt München und stärkt ihr Selbstbewusstsein.
Sie hat es auch nicht leicht, da immer wieder Steine in ihren Weg gelegt werden und die verschiedensten Personen versuchen ihr zu schaden.
Natürlich herrschen nicht nur Intrigen in dem Buch, sondern auch eine leichte Liebesgeschichte entsteht. Diese findet allerdings im Hintergrund statt und wird nicht zum Hauptwerk der Geschichte, was ich auch gut fand. Ich fand es sehr interessant, wie die Bierherstellung in der damaligen Zeit vonstatten ging und habe auch noch einiges dazu gelernt. In der Geschichte trifft man auch auf bekannte Persönlichkeiten, wie Albert Einstein und Richard Strauß.
Melchior, der andere Protagonist, wächst in einer guten Familie auf, hat aber nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für die Brauerei. Und natürlich ist da noch seine Mutter, der alles was er tut ein Dorn im Auge ist. Als sich die Brauerei noch mit einer anderen konkurriert, gerät alles aus den Fugen und weitere Intrigen werden gesponnen.
Für mich war die Geschichte schon spannend und lehrreich, aber irgendwie hat das entscheidende I-Tüpfelchen gefehlt.
Das Cover finde ich übrigens super schön und es spiegelt auch super die Geschichte wieder. Ich mochte auch das Setting von München und Umgebung total gern, vor allem wie die Autorin die Häuser und die Brauereien beschrieben hat. Das Familienhaus von Melchiors Familie war ein Traum und ich konnte es mir beinahe bildlich vorstellen.
Der Auftakt des Buches hat mir gut jeden Fall gefallen und ich bin gespannt, was der nächste Band noch bereithalten wird.


Fazit

Ein super spannendes und interessantes Buch, voller Intrigen und Abenteuer. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Friedhof der Kuscheltiere"


Autor: Stephen King
Verlag: Heyne
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 606
ISBN: 978-3-453-50407-3
Preis: 10,99 Euro

Inhalt

Hinter dem Kleien Tierfiedhof liegt ein verwüstete indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wandelt sich zum Albtraum für die Hinterbliebenen.

Meine Meinung

Ich habe mich mal wieder an einen Stephen Kin gewagt. Ich finde bei dem Autoren muss man sich immer etwas klar, dass es abnormal und sehr strange wird.
"Friedhof der Kuscheltiere" gilt ja als Klassiker unter den Stephen King Romanen und ich dachte mir, wenn jetzt schon die Neuverfilmung rauskommt, warum nicht auch lesen.
Ich muss gestehen ich bin immer ein kleiner Angsthase, wenn es heißt irgendwelche Puppen oder so werden ins Leben zurückgeholt. Da könnte ich schon zähneklappernd vor dem Buch sitzen. Als ich aber "ES" damals gelesen habe, wusste ich mich ja jetzt auch worauf ich mich da einlasse.
Stephen Kin hat einen krassen Schreibstil. Und damit meine ich, dass er es wirklich jedes Mal schafft mich an das Buch zu reißen und wie besessen dran zu lesen. Auch bringt er immer ein gutes Maß an Spannung und Action mit rein, und natürlich Grusel, der darf bei seinen Romanen ja nicht fehlen. Mir ist aufgefallen bei der Geschichte, das diese auch in Maine spielt, wie schon zahlreiche andere Bücher von ihm.
Mich fasziniert es jedes Mal, was für eine Fantasie der Mann hat. Also überhaupt erstmal auf so eine crazy Idee zu kommen finde ich schon beeindruckend. Er beschreibt dieses Grauen von dem Friedhof so detailgetreu, dass man als Leser das Gefühl hat Teil dieser Geschichte zu sein.
Louis ist der Protagonist, mit dem ich mich ganz gut anfreunden konnte. Er liebt seine Familie über alles und steht auch für diese ein. Als er zum ersten Mal auf den Friedhof trifft, ahnte ich schon, das etwas Schreckliches passieren wird.
Gerade auch zum Ende hin steigerte sich die Geschichte nochmal unglaublich und ich muss wirklich sagen, dass ich teilweise eine Gänsehaut hatte. Den Titel konnte ich trotzdem nicht ganz nachvollziehen, da Kuscheltiere hier gar keine Rolle spielen, sondern Haustiere. "Friedhof der Haustiere" klingt anscheinend zu harmlos.
Mir hat außerdem noch gut gefallen, wie sich Louis charakterlich in diesem Buch ändert. Ob jetzt gut oder schlecht, sei jetzt mal dahin gestellt.
Man merkt halt auch anhand des Lesens, wie sehr der Autor sich mit der Materie Tod beschäftigt hat. Er hat unglaublich gut recherchiert und Informationen zusammengetragen, dass einige Sachen in diesem Buch eben nicht nur Fantasy sondern Realität waren.
Stephen King hat einfach mal wieder abgeliefert und ein Meisterwerk geschaffen. Er schafft es wirklich Wahn, Verwirrung und Grusel unter einen Hut zu bringen. Ich würde mich selbst jetzt nicht unbedingt als Horror Fan bezeichnen, aber ich fand es grandios.
Anders wird es natürlich auch noch, wenn man selbst Haustiere hat und sich fragt, ob man ähnlich gehandelt hätte. Gerade auch als der Kater zurück ins Leben kam, merkt man wie der Spannungsbogen sich langsam steigert und immer wieder etwas Unvorhergesehenes passiert. Es ist einfach krass, wenn man beim lesen so im Flow ist, dass man schon beim leisesten Geräusch zusammenzuckt und denkt Church schleicht hier gleich um die Ecke. Das haben bei mir noch nicht viele Autoren geschafft.


Fazit

Ein Klassiker, den es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Stephen King schreibt wieder grandios und ich garantiere euch, es wird gespenstisch.
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Doors - Wächter"


Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Verlagswebsite: Droemer Knaur Verlag
Seitenzahl: 287
ISBN: 978-3-426-52463-3
Preis: 9,99 Euro

Inhalt

Als sein Lehrmeister überfallen wird, hat Anton keine Wahl: Er selbst muss nun die geheimnisvolle Tür fertigstellen, an der dieser unermüdlich arbeitete. Die uralten Aufzeichnungen dazu sind verwirrend. Kann die Tür mithilfe mysteriöser Steinsplitter wirklich derlei Wunder vollbringen, wie es in den antiken Zeilen beschrieben steht?
Und plötzlich nehmen die Angreifer auch Anton ins Visier, jagen ihn, wollen um jeden Preis verhindern, dass er das Werk seines Meisters vollendet. Wer sind die Gegner?
Anton bleibt nur wenn Zeit, um zu verstehen und zu überleben ...

Meine Meinung

Nachdem ich die erste Staffel von Doors total durchgesuchtet habe, habe ich mich jetzt besonders auf die zweite Staffel gefreut.
Begonnen habe ich mit "Wächter", in dem es auch drei Protagonisten gibt. Einmal die Hackerin Nott, den Schreiner Anton und Milana.
Es geht auf jeden Fall rasant los und auch wie bei den Vorgängern ist der Anfang gleich. Anfangs musste ich mich schon sehr aufs lesen konzentrieren, da man erstmal mit einigen Namen überschüttet wurde, aber das legt sich im Laufe des Buches.
Der Schreibstil hat mir auch super gefallen. Markus Heitz hat eine ganz besondere Art zu schreiben, die den Leser total an die Geschichte fesseln und nicht mehr so schnell loslassen.
Ich hatte das Buch auch relativ schnell durch, da ich einfach nicht aufhören konnte mit lesen und ich immer die Frage im Hinterkopf hatte: "Was kann jetzt noch passieren?"
Was ich auch echt cool fand, dass es eine kleine Anspielung auf die erste Staffel gegeben hat und man sozusagen merkt, dass die Geschichten miteinander verbunden sind.
Es geht natürlich in erster Linie wieder um die mysteriösen Türen und um die magischen Steinsplitter. Man bekommt auch nochmal einen Einblick, was die Türen eigentlich können und warum diese so wertvoll sind.
Anton bekommt die große Aufgabe eine dieser Türen zu bauen und macht sich damit natürlich auch Feinde. Eine regelrechte Hetzjagd beginnt.
Gleichzeitig begleiten wir die Hackerin Nott, die sich in diverse Systeme reinhackt um Informationen für eine Organisation zu sammeln, die hinter den Steinsplittern her ist. Dabei gerät sie auch ins Fadenkreuz, obwohl sie nicht wirklich weiß, wie gefährlich ihre Mission eigentlich ist. Über Milana hat man in diesem Band nicht viel erfahren, außer dass sie die Tochter von einem ziemlich hohen Tier ist, der ihr eine Botschaften über die Türen hinterlässt.
Ihr merkt also, die Geschichte ist ziemlich spannend und mitreißend. Es war auf jeden Fall anders als die erste Staffel, denn hier ist man dabei, wie die Türen überhaupt erst entstehen.
Aber natürlich reist auch einer der Protagonisten durch die Tür, aber ich verrate euch jetzt nicht wer ;)
Von der Idee her hat mir das Buch auf jeden Fall gefallen und ich habe mich unterhalten gefühlt.
Die Cover sind diesmal auch ähnlich gehalten wie die Vorgänger, sehr dunkel und mysteriös.
Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, dass ihr auch hier die Bände unabhängig voneinander lesen könnt, und das finde ich persönlich echt cool.
Insgesamt ist es eine Geschichte von Macht, Abenteuer und Gewalt. Auch einige Sci-Fi Elemente sind mit eingebaut, die nochmal etwas Abwechslung in die Story bringen.
Ich bin jetzt auch jeden Fall sehr gespannt, was die anderen Bände noch für mich bereithalten.


Fazit

Nachdem ich die erste Staffel von Doors sehr gefeiert habe, habe ich mich jetzt umso mehr auf die zweite Staffel gefreut, die mich auch nicht enttäuscht hat.
5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension zu "Verliebt in Bloomsbury"


Autor: Annie Darling
Verlag: Penguin
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 413
ISBN: 978-3-328-10112-3
Preis: 10,00 Euro


Inhalt

Nina steht auf Bad Boys. Die wahre Liebe ist wild und voller Leidenschaft, daran glaubt sie ganz fest. Mit weniger wird sie sich auf keinen Fall zufrieden geben! Doch Jahre mieser Online Dates haben ihr nur Loser und Affären eingebracht.
Da taucht Noah wieder in ihrem Leben auf, der Computer-Nerd aus ihrer Schulzeit, der von der ganzen Klasse gemobbt wurde. Eigentlich sieht er inzwischen gar nicht mal so schlecht aus, findet Nina - und muss überrascht feststellen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart auf unerklärliche Weise schneller schlägt. Noah erinnert sich nicht daran, dass Nina ein Teil der schlimmsten Zeit seines Lebens war.
Und Nina ist plötzlich sehr daran gelegen, dass das so bleibt ...


Meine Meinung

Die Geschichte von Bloomsbury geht in die dritte Runde und darauf habe ich mich besonders gefreut, da ich Nina als Charakter schon in den anderen Büchern ganz toll fand.
Nina ist eine Person, die ich anfangs nur sehr schwer einschätzen konnte aber im Laufe der Bücher immer mehr mochte. Ich habe ihr einfach gewünscht, dass auch sie, die immer so unnahbar wirkt, auch ihr Happy End findet.
Das Ganze spielt wieder in der Buchhandlung Happy Ends, die wir auch schon in den Vorgängern kennengelernt haben. Genauso spielen auch Posy und Verity mit, um die sich die ersten beiden Bände drehten.
Nina ist insgesamt ein sehr direkter Mensch und wirkt auf andere im ersten Moment etwas einschüchternd. Sie ist tätowiert und trägt gern Retro Sachen. Dennoch ist sie charakterlich echt total lieb und hat auch einen weichen Kern.
Als sie auf Noah trifft merkt man, dass sie sehr verletzlich ist und auch schüchtern sein kann. Vor allem springt man in ihre Schulzeit zurück und erlebt nochmal wie sehr Noah unter dem Mobbing gelitten hat. Dadurch das Mobbing auch ein aktuelles Thema ist, fans ich gut, dass die Autorin das so aufgegriffen hat.
In diesem Buch begegnen wir auch Ninas Familie und merken, dass sie eher kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hat.
Aber dennoch liebt sie ihre Familie über alles, vor allem ihre Nichten. Insgesamt das Setting von London finde ich immer so schön und perfekt für eine romantische Story.
Der Schreibstil hat mir wieder echt gut gefallen und es ließ sich flüssig lesen. Es wurde nie langatmig und die Seiten flogen nur so dahin. Besonders gut gefallen hat mir Ninas Liebe zu "Sturmhöhe" und das immer wieder einzelne Zitate mit eingebracht wurden. Sie spricht auch sehr viel von Leidenschaft und man merkt, dass sie diese auch in ihren Job als Buchhändlerin mit einbringt.
Die Geschichte ist einfach so liebevoll geschrieben, dass es sich jedes Mal anfühlt wie nach Hause kommen. Ich mag Ninas Art einfach super gern und finde es gut, dass sie immer sehr offen gegenüber Menschen ist.
Vor allem die Dates von Noah und Nina habe ich absolut gefeiert. Das waren so typische unperfekte perfekte Dates.
Auch die Art und Weise, wie Noah mit Nina umgegangen ist, war einfach zuckersüß. 
Man fühlt sich auch gleich durch das Setting des Buchladens und London, total in einen Kitsch Roman versetzt. Aber Kitsch war es gar nicht. Im Gegenteil, so sollte eine Liebesgeschichte sein, die auch nah an der Realität ist.
Mir hat der dritte Band von Bloomsbury auf jeden Fall gefallen und ich würde nicht "nein" zu einer Fortsetzung sagen.


Fazit

Hach, es war einfach wieder schön zurück nach Bloomsbury zu reisen und wieder auf bekannte Charaktere zu treffen. Eine wunderschöne Reihe!
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.