Montag, 26. August 2019

Rezension zu "Alles okay"


Autor: Nina LaCour
Verlag: Hanser
Verlagswebsite: Carl Hanser Verlag
Seitenzahl: 201
ISBN: 978-3-446-26435-9
Preis: 16,00 Euro

Inhalt

Du gehst durch das Leben und denkst, du bräuchtest so viele Dinge. Deine Lieblingsjeans und deinen Lieblingspullover. Deine Patchworkdecke mit den weißen und schwarzen Rauten. Deine Glitzerohrringe, den Traumfänger über dem Bett. Du denkst, dass du all diese Dinge brauchst.
Und dann gehst du weg - mit deinem Handy, deinem Portemonnaie und einem Foto deiner Mutter.

Meine Meinung

Dieses Buch hat mich wirklich noch lange zum Nachdenken gebracht. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sehr berührt und ich konnte es gar nicht abwarten zu lesen.
Vorweg kann ich euch sagen, die Geschichte ist sehr melancholisch gestimmt. Das Buch geht extrem unter die Haut und ich glaube, da bleibt kein Auge trocken.
Wir begleiten die Protagonistin Marin, welche schon viele schlimme Sachen in ihrem Leben durchmachen musste. Als ihr geliebter und vor allem einziger Verwandte, ihr Großvater stirbt, bricht Marins Welt in tausend Stücke.
Man leidet als Leser unglaublich mit ihr mit. Die Autorin hat es geschafft mit ihren Worten und ihrer Poesie mich zu bewegen. Ich muss gestehen, ich fand den Schreibstil anfangs nicht allzu einfach. Ich musste mich erstmal dran gewöhnen, aber dennoch hat er mir gefallen.
Die Geschichte ist unglaublich authentisch und könnte auch auf einer wahren Begebenheit beruhen. Dadurch, das das Buch nicht allzu lang ist, bekommt man auch nicht so wirklich einen Einblick auf die Nebencharaktere. Außer Marins beste Freundin Mabel, die nicht locker lässt und Marin unbedingt unterstützen möchte.
Mir hat sehr gut gefallen, dass man auch einen Einblick in Marins Vergangenheit bekommen hat und auch gesehen hat, dass sie schon immer ihr eigenes Päckchen mit sich zu tragen hat.
Ich will euch gar nicht so viel vom Inhalt verraten, was bei dem Buch wirklich schwer ist. Es ist nicht wirklich ein typisches Jugendbuch, sondern eher ein Buch das sich sehr viel mit Einsamkeit beschäftigt und kein Spannungsknaller ist.
Das Setting des Buches bzw. die Atmosphäre in der die Geschichte spielt hat mir so gut gefallen. Ein verschneites College und dazu diese melancholische Stimmung. Wow!
Dennoch gab es auch einige Faktoren, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Beispielsweise Marins Verhalten teilweise. Ich meine klar, sie scheint depressiv zu sein aber möchte nicht wirklich Hilfe annehmen.
Auch waren es zum Ende hin zu viele Themen die aufgegriffen wurden, wie die Trauerbewältigung, Freundschaft und Marins Sexualität, was etwas untergegangen ist.
Dennoch hat mir das Buch gefallen, dass es etwas Eigenes hatte, was es besonders gemacht hat.
Abschließend kann ich sagen, es lohnt sich wirklich, obwohl man sich klar sein muss, dass dies kein Action Buch oder sonnigstes ist.


Fazit

Ein wirklich bewegendes und berührendes Buch, welches mir unter die Haut ging. Ein Buch über Trauer, Freundschaft und Einsamkeit.
4 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den Hanser Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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