Samstag, 14. März 2020

Rezension zu "Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland"


Autor: Christina Henry
Verlag: penhaligon
Verlagswebsite: Random House
Seitenzahl: 335
ISBN: 978-3-7645-3234-5
Preis: 18,00 Euro

Inhalt

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, wären sie vor sich hin dämmert auf der Suche nach ihrer Erinnerung. Wer ist sie? Warum befindet sie sich an diesem grausamen Ort? Und warum quälen Sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren?
Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht - an der Seite des geisteskranken Axtmörders Hatcher. Doch nicht nur Alice ist frei.
Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und auf der Jagd nach Blut. Erst, wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden - und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat ...

Meine Meinung

Also ich war irgendwie schon immer ein kleiner Fan von der Geschichte rund um Alice. Umso gespannter war ich, auf die Neuerzählung. Ich kannte die Bücher der Autorin bis dahin nur aus der englischen Version.
Umso mehr habe ich ich gefreut, dass die deutschen Ausgaben jetzt erscheinen.
Beim Lesen ist mir direkt aufgefallen, dass es sehr düsteres und grusliges Feeling in der Geschichte herrscht. Fand ich aber persönlich echt cool, da man ja die softe Version von der Geschichte schon in der Disney Fassung hat.
Alice ist in einem Irrenhaus und weiß gar nicht sowas wirklich, wieso. Sie plagen schlimme Träume über einen Mann, der ein Kaninchen ist. Und dieser hat ihr schreckliche Sachen angetan.
Die Beschreibungen von Vergewaltigungen etc. sind schon eine Hausnummer und nichts für Leser mit schwachen Nerven. Gewalt ist in der Geschichte Gang und Gebe.
Als sie sich mit dem Axtmörder Hatcher auf die Suche nach dem besagten Kaninchen macht, stoßen die beiden noch auf weitere Hindernisse und entdecken, dass das Kaninchen nur eines von vielen Problemen ist.
Man entdeckt auf jeden Fall immer wieder Parallelen zur Originalgeschichte. So trifft man hier auch auf Charaktere wie Grinser (die Grinsekatze) oder auch die Raupe. Vermisst habe ich nur die Herzkönigin, auf die man wahrscheinlich in der Fortsetzung erst treffen wird.
Ich mochte das Abenteuer der beiden wirklich gern, und konnte das Buch wirklich nur schwer aus der Hand legen. Der Schreibstil war auch super fesselnd und wirklich sehr bildlich, sodass mich gerade die Gewaltszenen schon extrem schockiert haben.
Aber ich finde dieses derbe und düstere hat in dem Moment einfach gepasst und war jetzt auch kein Stimmungskiller für die Geschichte, im Gegenteil.
Die beiden Protagonisten mochte ich echt gern. Klar, beide sind etwas verrückt und durchgeknallt aber als Team haben sie echt perfekt harmoniert.
Ich bin positiv überrascht und freue mich jetzt wirklich sehr auf den nächsten Band!


Fazit

Eine sehr düstere, aber dennoch sehr spannende Neuerzählung von Alice im Wunderland. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, und habe richtig mit der Protagonistin Alice mitgefiebert. Eine Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist und Gänsehaut Potenzial hat.
4,5 von 5 Sterne!

Vielen lieben Dank an den penhaligon Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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